Rein kleidungstechnisch hob sich David Alaba von seinen Mannschaftskollegen ab, als er da am Dienstagbend in Jogging-Montur zum Feiern in der Kurve stand. Aber sonst: War er genauso guter Laune wie alle anderen – und schon das war ein gutes Zeichen. Von „Sicherheitsgründen“ sprach auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge nach Abpfiff, die Halbzeit-Auswechslung des Österreichers sei keiner großen Verletzung geschuldet gewesen. Das war insofern beruhigend, als Alaba zum einen in der vergangenen Wochen mit Rückenbeschwerden zu kämpfen hatte und zum anderen in den kommenden Wochen zwei Spiele anstehen, in denen man den Außenverteidiger gut gebrauchen kann. Rafinha machte seine Sache als Stellvertreter gut, Alaba ist in der ersten Garde von Jupp Heynckes aber gesetzt. Womöglich wird er am Wochenende in Hannover noch mal im Jogging-Anzug auflaufen – am Mittwoch gegen Madrid aber dann: In Trikot und kurzen Hosen. hlr
Leihgabe Renato Sanches ist nach einer langen Behandlungspause beim FC Bayern wieder zum Premier-League-Klub Swansea City zurückgekehrt. Wie der abstiegsbedrohte Verein aus Wales mitteilte, soll der portugiesische Europameister im Idealfall noch im Saisonendspurt eingreifen. Der 20-Jährige fehlte Swansea seit Ende Januar wegen einer schweren Oberschenkelverletzung. Seine Rehabilitation absolvierte Sanches beim FC Bayern. Im Sommer war der Portugiese für ein Jahr an Swansea ausgeliehen worden. Aber auch bei den Walisern konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. Sanches war im Sommer 2016 für 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon zum FC Bayern gewechselt. Sein Vertrag an der Isar läuft noch bis zum Sommer 2021.
Dem Bau der neuen Akademie des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) steht endgültig nichts mehr im Wege. Der Bundesgerichtshof (BGH) gab gestern der Stadt Frankfurt/Main Recht, die vom Renn-Klub die Räumung und Herausgabe des Geländes der ehemaligen Galopprennbahn im Stadtteil Niederrad gefordert hatte. Die Revision des Renn-Klubs vor dem 12. Zivilsenat hatte wie erwartet keinen Erfolg. Schon am 20. September des Vorjahres war der Renn-Klub mit seinem Antrag beim BGH gegen die Zwangsvollstreckung gescheitert. Deshalb laufen bereits seit Wochen die Abrissarbeiten. Vorausgegangen war ein jahrelanger Rechtsstreit der Stadt Frankfurt/Main mit dem Renn-Klub durch alle Instanzen. Trotz des BGH-Urteils wird der DFB wohl nicht vor der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) mit den Bauarbeiten beginnen. Das habe keine Eile, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Ursprünglich wollte der Verband den ersten Spatenstich noch vor der WM machen. Der Bau soll 150 Millionen Euro kosten.