Vorfreude auf Klose – Scholl im Visier

von Redaktion

Die Bayern erweitern die Reihen der alten Recken, die hinter den Kulissen tragende Rollen bekommen sollen

München – Hasan Salihamidzic, Niko Kovac, Miroslav Klose – und womöglich auch noch Mehmet Scholl: Die Garde der ehemaligen Spieler in verantwortlichen Positionen wird beim FC Bayern immer größer. Karl-Heinz Rummenigge schätzt diesen Weg als genau richtig ein. „Es ist ja bekannt, dass wir Spieler, die mal bei uns gespielt haben, gerne zum FC Bayern zurückholen“, sagte der Vorstandschef in Leverkusen zur Verpflichtung des früheren Stürmers als Jugendtrainer. Die Lösung Klose, führte er aus, „finde ich sehr gut“, er begrüße die Entscheidung des 39-Jährigen, „als Trainer bei uns aufzuschlagen“.

Schon auf der PR-Tour im vergangenen Sommer in Asien habe man gesehen, dass Klose nach wie vor bestens zum Rekordmeister passe. Wenn die Bayern im Juli in die USA starten, hat der damalige Gast-Botschafter andere Aufgaben: Auf dem Campus der Münchner mit der U 17 trainieren. Rummenigge wünscht „alles Gute“.

Darüber hinaus spekulierte die „Sport Bild“ gestern, dass bald auch noch Mehmet Scholl in den Campus der Münchner integriert werden soll. Präsident Uli Hoeneß erwäge eine Rückholaktion des 47-Jährigen, der als Spieler zwar Publikumsliebling war, als Chefcoach der zweiten Mannschaft (2009/10 und 2012/13) aber nicht richtig glücklich gewesen ist.

Scholl hatte zuletzt als TV-Experte bei der „ARD“ gearbeitet. Im vergangenen Sommer kam es aber während des Confed Cups in Russland zum Zerwürfnis, weil er sich weigerte, über Doping zu sprechen. Seit 2008 hatte Scholl den Job inne gehabt. Im letzten Herbst sorgte er für Wirbel, indem er die Ausbildung im deutschen Fußball als zu verkopft darstellte und die Vielzahl der Theoretiker an den Schaltstellen infrage stellte. Scholls Aussagen sahen einige Kritiker als rückwärtsgewandt an. hlr/awe

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