Bewerbung um Fußball-WM: Trump droht Gegnern

von Redaktion

US-Präsident Donald Trump droht Gegnern der gemeinsamen Bewerbung der USA, Kanada und Mexiko um die Fußball-WM 2026 mit politischen Konsequenzen. Die amerikanische Dreier-Kandidatur sei „stark“, twitterte Trump am Freitag. „Es wäre eine Schande, wenn Länder, die wir immer unterstützen, sich gegen die US-Bewerbung einsetzen. Warum sollten wir diese Länder unterstützen, wenn sie uns nicht unterstützen (auch bei den Vereinten Nationen)?“

Die Weltmeisterschaft in acht Jahren wird beim Kongress des Weltverbandes FIFA am 13. Juni in Moskau vergeben. Einziger Gegenkandidat der USA, Kanadas und Mexikos ist Marokko.

Nach der Skandal-Wahl von Russland (2018) und Katar (2022) durch das damalige Exekutivkomitee wird der WM-Gastgeber erstmals durch den Kongress gewählt. Marokko werden dabei trotz Skepsis an der notwendigen Infrastruktur aus politischen Gründen gute Chancen eingeräumt, die nötige Mehrheit von 104 der 207 Stimmen zu bekommen. Die USA sind wegen der umstrittenen Politik von Präsident Trump nicht nur in arabischen Ländern keine WM-Option.

FIFA-Präsident Gianni Infantino gilt als Unterstützer der Dreier-Kandidatur der USA mit Mexiko und Kanada, er hat jedoch keine Stimme. Bei der Vergabe gibt es auch die Möglichkeit, für keinen der beiden Anwärter zu votieren. Dann würde die WM neu ausgeschrieben werden. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sein Wahlverhalten noch nicht festgelegt.

Der Präsident des afrikanischen Kontinentalverbandes (CAF), Ahmad Ahmad, hatte zuletzt öffentlich die Unterstützung Europas für Marokkos WM-Bewerbung gefordert. Als Gegenleistung würde der afrikanische Verband einen zukünftigen europäischen Bewerber unterstützen. „Stimmt für uns, und wir werden das nächste Mal für euch stimmen“, sagte Ahmad.

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