München – 34 Spieler hat der EHC München diese Saison eingesetzt. Der Kern besteht aus 24 Akteuren. Wie gut sie waren:
Torhüter
Danny Aus den Birken: Obwohl er sich die Hauptrunde mit Leggio teilte, klare Nummer eins. In den Playoffs nicht ganz in Olympiaform, brauchte eine Wiedreingewöhnungszeit, war letztlich aber der stabilste Goalie.
David Leggio: Tauchte in den Playoffs nach einer Gehirnerschütterung gar nicht mehr im Kader auf. Leistete sich in der Saison die unsinnige Torumwerfaktion, die eine Reeländerung nach sich zog.
Kevin Reich: Bei seinen Einsätzen absolut verlässlich. Künftige Nummer zwei.
Verteidiger
Yannic Seidenberg: Überragend in neuer Altersrolle. Scorte weiter, als wäre er noch Stürmer.
Daryl Boyle: Stärker als letzte Saison, verdienter Platz im Olympiateam.
Konrad Abeltshauser: Kam schwer in die Saison, verpasste Olympia, in den Playoffs mit jedem Spiel stärker werdend. Und er war der anständigste Spieler des EHC: Hilfsaktion für den verletzten Mannheimer Plachta; ließ sich nie auf Raufhändel ein.
Derek Joslin: Über die Saison viele Situationen, in denen er den Schritt zu spät kam. Enorme offensive Qualitäten.
Markus Lauridsen: Viel Verletzungspech, so dass man vom laufstarken Dänen keinen kompletten Eindruck bekommen konnte.
Ryan Button: Zumindest eine solide Ergänzung.
Florian Kettemer: Der dienstälteste EHC-Spieler ist in der Verteidiger-Hierarchie abgerutscht, einige Male daher überzählig. Läuferisch immer noch gut.
Keith Aulie: Nachverpflichtet. Einige überraschend geschmeidige Offensivaktionen, aber eher der Mann fürs harte Element.
Stürmer
Michael Wolf: In der Finalserie nicht so prägend wie in den Runden davor. Nach wie vor einer der abgebrühtesten DEL-Spieler, fester Platz in den „special teams“. Wird wohl ein Jahr dranhängen.
Patrick Hager: Center, der blendende Technik mit körperlicher Robustheit zusammenbringt. Aus gegnerischer Sicht: Gifthaferl. Für den EHC ein großer Transfer.
Jason Jaffray: Großer emotionaler Einsatz in den Playoffs, bisweilen zu kurze Zündschnur . Hat offensichtlich eine Vertragsverlängerung ausgehandelt.
Frank Mauer: Kam in den Finals nicht so zur Geltung wie zu Beginn der Playoffs. Mit seinem Speed aber immer gefährlich.
Dominik Kahun: Genialster Spieler der DEL. In den Playoffs körperlich hart angegangen, er steckte aber nicht zurück. Spielte trotz Verletzung. Der Weg führt in die NHL.
Mads Christensen: Der Deutsch-Däne ist ein Titelmonster. Konfliktfreudig.
Steve Pinizzotto: Nach Scorerpunkten ein gutes Jahr für ihn, mit seinen Provokationen und Fouls hat er sich aber unmöglich gemacht.
Keith Aucoin: Ganz große Hauptrunde des 39-Jährigen, der Topscorer wurde und den die Liga als ihren „Spieler des Jahres“ auszeichnete. In seinen letzten Playoffs musste er einige Male pumpen, die wichtigen Pässe kamen aber immer noch.
Brooks Macek: Der Münchner Spieler mit dem ausgeprägtesten „scoring touch“. Interessant: Wer wird nach Aucoins Karriereende sein neuer Zulieferer?
Jerome Flaake: Zwei Tore in 58 Spielen sind zu wenig für einen, der vor der Münchner Zeit einer der Spitzenstürmer der Liga war. Schaffte es aber wenigstens, seinen Platz im Team zu verteidigen.
Jonathan Matsumoto: Spitzentechniker, der in den Playoffs die Form seines Lebens erreichte. Zu gut für die vierte Reihe.
Maximilian Kastner: Weitere Steigerung, hätte beim Deutschland-Cup im November fürs Nationalteam nominiert werden müssen. Wertvoll im Unterzahlspiel, kann auch Torabschluss.
Andreas Eder: Vorläufiger Karrierehöhepunkt im November, als er die ersten Länderspiele bestritt. Danach musste er überwiegend Kooperationspartner SC Riessersee in der DEL2 dienen. Stark bei seinen Münchner Playoff-Einsätzen als Pinizzotto-Ersatz gegen Mannheim. Günter Klein