Mit einem Beziehungs-Problem nach Rom

von Redaktion

Ausgerechnet vor dem Spiel um den Einzug ins CL-Finale: Liverpool-Coach Klopp und sein Assistent Buvac haben sich offenbar überworfen

Liverpool – Die Unruhe kommt für Jürgen Klopp zur Unzeit. Ausgerechnet in der bislang wichtigsten Woche seiner Zeit beim FC Liverpool sorgt das angeblich zerrüttete Verhältnis zu seinem kongenialen Assistenten und langjährigen Vertrauten Zeljko Buvac für Schlagzeilen.

Unmittelbar vor dem Königsklassen-Showdown bei der AS Rom droht die euphorische Stimmung bei den Reds zu kippen. Fakt ist: Der Platz an Klopps Seite im Stadio Olimpico bleibt beim heutigen Halbfinal-Rückspiel leer. Buvac, auf der Insel als „Gehirn“ hinter Klopps Erfolgen gefeiert, nimmt sich nach Club-Angaben bis zum Saisonende „aus persönlichen Gründen“ eine Auszeit.

Öffentlich ließ sich Klopp von den Querelen nichts anmerken, sprach auf der Club-Homepage voller Vorfreude von zwei „massive games“ (gewaltigen Spielen) in Champions League und Liga, wo die Reds am Sonntag mit einem Sieg beim FC Chelsea die erneute Königsklassen-Quali absichern können. Die Situation vor der Woche der Wahrheit sei „really exciting“ (total fesselnd). Doch hinter den Kulissen scheint es beim 18-maligen englischen Meister zu brodeln.

Angeblich soll es zuletzt quasi keine Kommunikation zwischen Klopp und Buvac mehr gegeben haben. Der Assistent, der Klopp seit 17 Jahren als Co-Trainer bei allen Stationen im In- und Ausland unterstützt hat, soll auch nicht mehr an den Teamsitzungen teilgenommen haben.

Klopp will sich durch die Nebengeräusche aber nicht vom großen Ziel abbringen lassen. „Wir haben eine Basis geschaffen, nun müssen wir es zu Ende bringen“, sagte der 50-Jährige. Die Ausgangsposition darf nach dem 5:2-Hinspielerfolg an der Anfield Road ungeachtet des Wirbels getrost als komfortabel bezeichnet werden.

Zumal Liverpool als einziges Team im Wettbewerb noch ungeschlagen ist. Die Abteilung Attacke um Stürmerstar Mohamed Salah schoss in elf Spielen (sieben Siege) satte 38 Tore, die Defensive um Schlussmann Loris Karius blieb sechsmal ohne Gegentor und kassierte insgesamt nur neun Treffer.

Doch die Roma hat sich längst nicht aufgeben und wittert nach den beiden späten Treffern im Hinspiel ihre Chance. Die furiose Aufholjagd im Viertelfinale gegen den FC Barcelona, als das 1:4 aus dem Hinspiel durch einen 3:0-Erfolg noch gedreht wurde, gibt zusätzlichen Auftrieb.

„Wir müssen daran glauben, dass wir das Spiel drehen können“, sagte AS-Coach Eusebio Di Francesco: „Wir haben schon einmal gezeigt, was wir können.“  sid

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