von Redaktion

Audi: Das Triple ist abgehakt

2017 war das Jahr von Audi und Rene Rast. Die Ingolstädter schnappten sich in der DTM alle drei Titel, gewannen Fahrer-, Marken- und Teamwertung. Erfolg auf ganzer Ebene. Aber für Rast (31), der letztes Jahr als Rookie triumphierte, steht nach dem Triple alles wieder auf Null. „In der DTM ist es so eng und so schwierig, dass man die Meisterschaft nicht planen kann“, sagt der Titelverteidiger, der die neue Saison „ganz entspannt“ angeht. „Wir versuchen, wieder einen guten Job zu machen. Und wenn es am Ende reicht, dann sind natürlich alle glücklich“, sagt der Mindener. Nicht mehr Mitglied des Audi-Teams ist Routinier Mattias Ekström, der zweimalige DTM-Champion und letztjährige Vizemeister. Nach 17 Jahren, 195 Rennen und 23 Siegen hat sich der Schwede aus der DTM verabschiedet. Die Fans können die lebende DTM-Legende allerdings zum Auftakt der neuen Saison noch einmal in Action erleben: Ekström bestreitet in Hockenheim als Gaststarter außer Konkurrenz zwei Abschiedsrennen. Da wird es nochmal „jede Menge Gänsehautmomente geben“, erwartet der Schwede. „Ich freue mich megamäßig darauf.“

BMW: Gute Mischung

BMW hat heuer mit dem Schweden Joel Eriksson (19) und dem Österreicher Philipp Eng (28) zwei Neulinge in seinen Reihen. Von den beiden Rookies erwartet Jens Marquardt, der Motorsportchef der Münchner, dass sie den arrivierten Fahrern „mit ihrer frischen Herangehensweise Feuer unterm Hintern machen“. Wie das im Optimalfall ausgehen kann, hat letzte Saison Audi-Mann Rene Rast gezeigt, der in seinem ersten DTM-Jahr gleich den Titel holte. Da liegt die Messlatte für die BMW-Frischlinge also hoch. Insgesamt wähnt Marquardt sein Team mit vier erfahrenen Piloten (Bruno Spengler, Marco Wittmann, Augusto Farfus, Timo Glock) und den zwei Debütanten gut aufgestellt. „Das ist eine gut Mischung. Die richtige Konstellation, die es für diese Saison braucht. Wir werden voll angreifen.“ Das neue Reglement, die veränderte Aerodynamik der Autos, wertet Marquardt als eine Chance gerade für BMW. „Das ist ein Reset für alle. Und mit Resets sind wir immer gut zurechtgekommen.“

Mercedes: Mit Wehmut und Wehrlein

Mercedes und die DTM – eine gemeinsame Reise über 30 Jahre. Seit dem werksseitigen Einstieg in die Serie 1988 gewann das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team 10 Fahrer-, 13 Team- und sechs Marken-Titel. 181 Rennsiege wurden eingefahren. Dass nun im Oktober alles vorbei ist, sorgt auch auch bei Ulrich Fritz für „ein komisches Gefühl“. Der Mercedes-Sportchef geht mit „Wehmut“, wie er bekennt, in die Abschiedssaison des Sterne-Teams. Doch auch mit großem Ehrgeiz. Es soll ein Goodbye mit Ausrufezeichen werden. „Wir wollen zum Schluss nochmal zeigen, was in uns steckt und idealerweise nochmal ein paar Titel holen“, sagt Fritz. Mit an Bord bei Mercedes im letzten Jahr ist Formel-1-Rückkehrer Pascal Wehrlein. Nach zwei Jahren in der Königsklasse geht der DTM-Champion von 2015 sein Comeback mit der großen Frage an, ob er die Umstellung flott genug hinbekommt. „Ich muss mich so schnell wie möglich wieder an alles gewöhnen“, sagt der 23-Jährige. „Der Speed wird kommen, nur hoffentlich auch früh genug.“ Vom erneuten Titelgewinn will er erstmal gar nicht reden: „Da staple ich lieber tief.“ Sein Chef Fritz sagt: „Sportlich hat Pascal alle Zutaten, die es braucht, um in der DTM erfolgreich zu sein. Er war schon Meister und kann es auch jederzeit wieder werden.“ Allerdings, glaubt Fritz: „Leicht wird es für Pascal nicht werden in diesem verdammt engen Feld. Am Ende geht es über die Konstanz.“  ws

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