Leichtathletik

von Redaktion

Doha – Thomas Röhler vor Johannes Vetter vor Andreas Hofmann – und alle über 90 Meter: Die famosen deutschen Speerwerfer sind mit einer wahren Demonstration ihrer Stärke ins Jahr der Heim-EM in Berlin gestartet. Beim Diamond-League-Auftakt in Doha/Katar siegte Olympiasieger Röhler in einem packenden Wettkampf mit 91,78 m knapp vor Weltmeister Vetter (91,56). Als Dritter glänzte auch Hofmann mit 90,08 m. Geschichtsträchtig. Nie zuvor waren in einem Wettkampf mit dem aktuellen Speermodell (seit 1986) zwei Werfer über 91,50 m geblieben, zum ersten Mal übertrafen drei Athleten die 90,00 m.

„Ich bin sehr zufrieden, das war genial, der Auftakt hätte nicht besser laufen können“, sagte Röhler. „Drei Deutsche über 90 Meter, das ist unglaublich. Wenn wir unsere Leistung bringen, dann sind wir kaum zu schlagen. Unter uns entscheiden Nuancen, da wird mal der eine oder der andere leicht vorne liegen.“ Vetter bleibt trotz der Niederlage in Doha die Nummer eins der Welt, im März hatte er in Leiria/Portugal bereits 92,70 erzielt.

Keine Siegchancen hatten die beiden weiteren deutschen Starter in Doha. Dreisprung-Europameister Max Heß legte nach seiner schwachen Hallen-WM einen mäßigen Start in die Freiluftsaison hing, der 21-Jährige musste sich mit 16,52 m und Platz acht begnügen. Im Hochsprung kam der Hallen-WM-Dritte Mateusz Przybylko mit 2,24 m auf Platz vier. Den Sieg sicherte sich Weltmeister und Lokalmatador Mutaz Essa Barshim mit 2,40 m – einer der Höhepunkte.  sid

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