München – Richard Freudenberg ist erst 19, seine Zukunft hat der Jungprofi der Frankfurt Skyliners weitgehend noch vor sich. In den nächsten Tagen allerdings wird der Forward mal wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert.
Am Samstag (20.30 Uhr) tritt Freudenberg mit den Skyliners zum ersten Viertelfinale der Basketball-Bundesliga beim FC Bayern an.Und damit genau bei jenem Verein, bei dem seine basketballerischen Grundlagen gelegt worden waren. Von 2011 bis 2016 durchlief der gebürtige Heidelberger das Münchner Nachwuchsprogramm. Wurde Jahr für Jahr als eines von Europas absoluten Toptalenten seiner Altersklasse gehandelt.
Ex-Coach Svetislav Pesic hatte sich zur persönlichen Aufgabe gemacht, dem Youngster eine Profikarriere im Audi Dome zu versüßen. Doch er entschied sich für den Gang auf ein US-College in New York. „Das war immer mein Traum, auch meinem Vater war der akademische Aspekt sehr wichtig“, sagte er. Die Sache glückte nur mäßig, nach einem Jahr kehrte Richard Freudenberg dem St.John´s College wieder den Rücken. Wenig später gaben die Frankfurter die Verpflichtung des Hochbegabten bekannt.
Unter dem bewährten Talentschmied Gordon Herbert hat sich Freudenberg in diesem Jahr langsam an die Bundesliga herangetastet. Knapp neun Minuten durfte er im Schnitt mitmachen. In den Playoffs dürfte der Anteil geringer sein – am Ehrgeiz des 19-Jährigen, dessen Familie noch immer in München lebt, ändert das nichts. „München ist das beste Team der Liga, aber wir haben gezeigt, dass wir gegen sie gut spielen können“, sagte er. rp/mm