Bestärkt durch die Rückendeckung der Fachverbände hat DOSB-Boss Alfons Hörmann den Druck auf die Politik im Ringen um die Spitzensport-Reform noch einmal erhöht. Nach einem Krisentreffen in Frankfurt erneuerte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes die Forderung nach einer wesentlich umfangreicheren finanziellen Unterstützung, als sie der Bund bisher in Aussicht gestellt hat, und drohte: „Wenn das nicht der Fall ist, können bestimmte Themen schlicht nicht umgesetzt werden.“ Sollten zusätzliche Mittel ausbleiben, würde dies in erster Linie auf die Athleten und Trainer zurückfallen. Ohne eine Erhöhung der Bundeszuschüsse seien „die Voraussetzungen zur sportfachlich-verantwortungsvollen Realisierung nicht gegeben“, stellte der DOSB in einer nach dem Treffen veröffentlichten „Frankfurter Erklärung zur Leistungssportreform“ fest. Bisher fördert der Bund den Spitzensport jährlich mit 170 Millionen Euro. Im Regierungsentwurf für den Haushalt 2019 und die folgenden Jahre ist statt des vom DOSB gewünschten Zuschlags von mehr als 100 Millionen Euro nur eine Erhöhung von 30 Millionen Euro vorgesehen.
Zwei Monate nach seinem Schlüsselbeinbruch hat Topsprinter Andre Greipel (Team Lotto-Soudal) sein gelungenes Comeback mit einem Jubiläum gekrönt. Der gebürtige Rostocker, der sich im Finale des ersten Frühjahrs-Klassiker Mailand-Sanremo im März schwer verletzt hatte, feierte auf der 2. Etappe der Vier Tage von Dünkirchen seinen 150. Karriere-Erfolg. Gleich beim zweiten Start nach seiner Rückkehr klappte es: Greipel siegte nach 173,3 km in Soissons im Sprint vor dem Belgier Timothy Dupont.