WM-Hoffnung

Boateng hat Russland weiter auf dem Plan

von Redaktion

Der Innenverteidiger macht nach seiner Adduktorenblessur Fortschritte, braucht aber Geduld

München – Er hatte es gar nicht als Witz gemeint, eher als beiläufige Bemerkung, wie man sie bei einem kurzen Interview auf der Bühne halt mal macht. Es hatte dann aber doch einen gewissen Unterhaltungswert, wie Jerome Boateng das neue Trikot des FC Bayern würdigte. So ein Kleidungsstück sei wichtig, klärte er auf, denn: „Das gehört auf dem Spielfeld dazu.“

Der Innenverteidiger selbst wird morgen nicht zu jenen gehören, die das gute Stück gegen den VfB Stuttgart vorführen. Wegen seiner Adduktorenverletzung aus dem Champions League-Hinspiel gegen Real Madrid fällt er noch mehrere Wochen aus. Das Thema „Verletzung & WM“ und den damit verbundenen Zeitdruck kennen die Bayern besser, als ihnen lieb ist, doch bei Boateng scheinen die Vorzeichen günstiger zu sein als bei Manuel Neuer, dem anderen berühmten Patienten. Findet zumindest Jerome Boateng.

In den zweieinhalb Wochen seit seinem Malheur gegen Madrid habe er bereits ordentliche Fortschritte gemacht: „Gesundheitlich geht’s mir besser. Ich glaube nicht, dass die WM in Gefahr ist.“ Mit Joachim Löw stehe er in ständigem Kontakt: „Der Bundestrainer weiß genau, dass es mein Ziel und absolut realistisch ist, dass ich mitfahre.“

Nächste Woche wird der vorläufige WM-Kader benannt, am 17. Juni steht das erste Gruppenspiel gegen Mexiko an. Ein bisschen Zeit bleibt Boateng noch, aber viel ist es nicht. Dennoch gelobt er, nichts zu überstürzen. „Ich muss Geduld haben“, weiß er. „Ich werde natürlich kein Risiko eingehen und zu früh anfangen.“ Dafür hat er in den letzten Jahren zu viele Erfahrungen mit Muskelverletzungen gehabt.   marc beyer

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