München – Es ist ein Jahr her, dass Ian Ayre verschwand. Er war gerade erst gekommen zum TSV 1860, sollte auf Geheiß von Investor Hasan Ismaik die Geschäfte ordnen, den Verein Richtung Bundesliga führen. Schließlich hatte er eine Reputation aus seiner Zeit beim FC Liverpool. In München scheiterte er binnen drei Monaten. Als die Löwen den letzten Schritt in den Abgrund taten und in der Zweitliga-Relegation gegen Regensburg verloren, war Ayre schon nicht mehr im Stadion.
Nun taucht er wieder auf im Fußball. Bei einem neuen großen Projekt, aber in den USA. In Nashville/Tennessee, der Metropole der Country-Musik, soll Ian Ayre, 55, einen neuen Club etablieren. Er wird CEO, also Vorstandsvorsitzender, bei Nashville, dem „Expansion Club“ der Major League Soccer (MLS). John Ingram heißt der Besitzer des 24. Vereins der US-Profiliga. „Man sieht überall Wachstum, ich kann Teil einer großen Attraktion werden“, sagt Ayre, der vorgibt, die Entwicklung der MLS schon länger zu verfolgen.
Im Dezember 2017 hat die MLS Nashville als neue Franchise anerkannt – und es ihr überlassen, wann sie den Spielbetrieb aufnimmt: 2019 oder 2020. Ian Ayre wird zuständig sein für: Zusammenstellung einer Mannschaft, Aufbau der Organisationsstrukturen. Es gibt auch Pläne für einen Stadionneubau. Einen Namen hat der Club noch nicht. gük