Ex-Weltmeister Junya Koga ist vom japanischen Schwimmverband (JSF) nach einem positiven Dopingtest aus dem Kader für die Asienspiele im Sommer in Jakarta geworfen worden. Beim Rückenschwimmer, der bei der WM vor einem Jahr in Budapest Silber über 50 m geholt hatte, wurden bei einer Trainingskontrolle im März verbotene muskelbildende Substanzen nachgewiesen. „Ich schäme mich, fühle mich miserabel und bin frustriert“, sagte der 30-Jährige bei einer Pressekonferenz in Tokio. Der Weltmeister von 2009 behauptete, die Substanzen seien ein ihm unbekannter Bestandteil eines Diätprodukts gewesen, das er zu sich genommen habe. Koga droht die Olympischen Spiele 2020 in Tokio zu verpassen.
Die Kölner Haie haben den kanadischen Center Colby Genoway verpflichtet. Der 34-Jährige wechselt von KHL-Klub HC Slovan Bratislava in die Domstadt. „Er kann von uns auf dem Eis in jeder Situation gebracht werden“, sagte Haie-Sportdirektor Mark Mahon. Genoway hatte drei Jahre in der nordamerikanischen AHL gespielt, wo er in 253 Spielen insgesamt 169 Scorerpunkte sammelte. Der Stürmer war daraufhin viele Jahre in diversen europäischen Ligen im Einsatz, vergangene Saison kam Genoway in 56 KHL-Spielen auf 31 Scorerpunkte (9 Tore, 22 Vorlagen). Für die Verteidigung holten die Haie den 20-jährigen Christoph Eckl von den Heilbronner Falken aus der DEL2.
Andre Greipel ist auf der ersten Etappe der 88. Belgien-Rundfahrt seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Der Rostocker vom Team Lotto-Soudal setzte sich auf der rund 179 km langen Strecke in Buggenhout im Sprint vor dem Italiener Riccardo Minali (Astana) und Tim Merlier (Belgien/Verandas Willems) durch. „Ich bin froh, dass ich bei Gegenwind den Sprint durchziehen konnte. Wir hatten insgesamt ein gutes Timing“, sagte Greipel. Der 35-Jährige hatte sich im März bei Mailand-Sanremo das Schlüsselbein gebrochen und erst Anfang Mai sein Comeback gegeben.
Kapitänin Anna Loerper (33) tritt nach 13 Jahren aus der Nationalmannschaft zurück. Die 237-fache Nationalspielerin der SG BBM Bietigheim wird am 6. Juni in der Münchner Olympiahalle gegen Polen ihr letztes Länderspiel bestreiten. Dies teilte Loerper, Deutschlands Handballerin des Jahres 2015 und 2016, gestern über den Verband mit. „Der letzte Auftritt im DHB-Trikot in München wird vor so einer Kulisse sicher sehr emotional. Aber ich hätte mir nichts Besseres vorstellen können, als mit so vielen Freundinnen gemeinsam verabschiedet zu werden“, sagte Loerper.