Mundwinkel oben

von Redaktion

Badstuber zieht es in die ewige Stadt zu Lazio Rom

München – Neulich, vor dem letzten Bundesligaspiel in der Saison 2017/18, nutzte der FC Bayern bei der Visite des VfB Stuttgarts die verspätete Chance, sich von Holger Badstuber zu verabschieden. Man hatte sich im Vorjahr getrennt und – ungewöhnlich für einen so verdienstvollen Recken – zuvor keinen richtigen Rahmen dafür gefunden. Die Mundwinkel von Badstuber sausten zwischendurch traurig nach unten, als er den Fans in der Allianz Arena zuwinkte, von 2007 bis 2016 hatte er für sie alles gegeben – wenn ihn denn seine Verletzungen ließen. Nun steht der nächste Abschied bevor. Den 29-Jährigen zieht es in die ewige Stadt, zu Lazio Rom.

Die Mundwinkel sollen auf Dauer oben bleiben, und dafür möchte Badstuber wieder höhere Ziele anstreben als es mit den Schwaben möglich gewesen ist. Lazio belegte in der Serie A Platz fünf und ist damit für die Europa League berechtigt. Badstuber kann sich als ablösefreier Profi den Arbeitgeber frei auswählen, und die Römer haben ihrerseits schon gute Erfahrungen mit Fußballern aus Deutschland gemacht; Miroslav Klose beendete hier zum Beispiel 2016 seine Karriere.

Einst zählte Badstuber zu den größten Zukunftshoffnungen, beim FC Bayern wie auch bei Bundestrainer Joachim Löw. Nach zahlreichen Knie-OPs kämpfte er um seine Karriere, konnte aber zunächst nicht mehr mit seinen eigenen Maßstäben mithalten. Schalke 04 und Stuttgart waren seine letzten Stationen – nun soll es an den Ufern des Tibers weiter aufwärts gehen. Insgesamt. Nicht nur mit den Mundwinkeln.  awe

Artikel 1 von 11