Gorenzel schlägt Alarm

von Redaktion

1860-Sportchef warnt: Wunschspieler sind bald weg

München – Andere Vereine planen und transferieren – die Löwen streiten und feilschen. Leidtragende des neuerlichen Sommertheaters zwischen den beiden Gesellschaften sind mal wieder diejenigen, die gerne dafür sorgen würden, dass das Aufstiegsteam erfolgreich bleibt. „Das ist eine unbefriedigende Situation“, sagt Günther Gorenzel in der tz. Der Sportchef geht vom schlimmsten Fall in offenen Personalfragen aus: „Ich glaube, dass unsere Wunschspieler in zwei Tagen nicht mehr zu haben sind.“

Es geht um Stefan Lex, Adriano Grimaldi und Quirin Moll, die drei Topkandidaten von Trainer Daniel Bierofka, der zudem einen Innenverteidiger auf seine Wunschliste gesetzt hat. Speziell Lex, 28, hätte gute Gründe, langsam die Geduld zu verlieren. Als erfahrener Zweitligaspieler wäre er bereit, freiwillig eine Liga abzusteigen, doch bleibt er bei seinem Entschluss, wenn das Umfeld nicht mal drittklassig ist? Zweitligist Regensburg hält dem langjährigen Ingolstädter ebenfalls die Tür auf. Und auch Manni Schwabls Hachinger befinden sich in Lauerstellung.

Das Präsidium um Robert Reisinger forderte am Montag Geschäftsführer Michael Scharold auf, ein bislang ruhendes Darlehen von Hasan Ismaik abzurufen. Vereinbart worden war es für den Transfer von Stefan Aigner im August 2016. Bislang wurden die knapp 3,9 Millionen Euro aber nicht in Anspruch genommen, weil Aigner damals aus dem laufenden Betrieb der KGaA bezahlt werden konnte. „Nach meiner Rechtsauffassung kann man die Auszahlung eigentlich nicht verwehren“, sagt Präsident Robert Reisinger. Ismaiks ließ den Vorgang bisher unkommentiert.

In ungewohnter Schärfe deutet Gorenzel an, dass er sich von den Bossen im Stich gelassen fühlt. Sollten die geplanten Transfer platzen, würde er „das Vertrauen in gewisse Personen verlieren, die uns etwas in Aussicht gestellt haben“. uli kellner

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