Vor der WM in Russland hat Staatspräsident Emmanuel Macron die französische Nationalmannschaft zur Geschlossenheit aufgerufen. „Bringt uns zum Träumen!“, teilte der fußballbegeisterte Staatschef gestern anlässlich seines Besuchs im Trainingszentrum in Clairefontaine südwestlich von Paris via Twitter mit. Vor den Spielern sagte der 40-Jährige, dass „Zusammenhalt, ein Sinn für die Kraftanstrengung und Vertrauen“ nötig seien. Nach Russland will Macron reisen, falls sich die Équipe für ein Halbfinale qualifizieren sollte.
Für Marcin Kaminski, 26, vom VfB Stuttgart erfüllt sich womöglich doch noch sein WM-Traum. Der eigentlich aussortierte Verteidiger könnte nachnominiert werden, weil sich Polens Abwehrchef Kamil Glik im Training an der Schulter verletzt hat. Laut Nationalcoach Adam Nawalka rückt der VfB-Profi in den Kader nach, sollte Glik die WM verpassen.
Die deutschen Fans haben die isländische Nationalmannschaft ins Herz geschlossen. Einer Umfrage zufolge wollen 76,8 Prozent der Deutschen die Nordlichter bei der WM in Russland unterstützen. 38,2 Prozent der Befragten sind „definitiv“, 38,6 Prozent „wahrscheinlich“ für den WM-Neuling – sofern er nicht gegen Weltmeister Deutschland spielt. „Es inspiriert uns zu sehen, wie viele Menschen da draußen uns und unserer Reise zur WM zugetan sind“, sagt Islands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson: „Wir konzentrieren uns darauf, die Spiele zu gewinnen, und sind dabei für jeden Support dankbar.“
Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat die umstrittene „Essen-für-Tore“-Kampagne mit Lionel Messi und Neymar beendet. Der Sponsor der beiden Weltstars hatte angekündigt, für Treffer bis 2010 – inklusive der WM – jeweils 10 000 Mahlzeiten an hungernde Kinder in Lateinamerika und der Karibik zu spenden. Die Aktion hatte für Kritik gesorgt. Mastercard wird stattdessen eine Million Mahlzeiten spenden, unabhängig von der Anzahl der Tore – zusätzlich zu den bereits 400 000 gespendeten Essen.
Die Nationale Anti-Doping-Agentur kritisiert die Dopingkontrollen bei der anstehenden WM. Beim Turnier in Russland wird der Weltverband FIFA die Kontrollen durchführen. „Der Sport kontrolliert sich hier wieder selbst, davon wollen wir wegkommen“, sagte die Vorsitzende Andrea Gotzmann. Sie verwies auf „enorme Interessenkonflikte“, die bestünden, wenn Sportorganisationen selbst für die Dopingverfahren verantwortlich seien. Gotzmann sagte: „Die Antidoping-Arbeit muss von unabhängigen Einrichtungen durchgeführt werden.“