Aigner beflügelt die Löwen-Fantasie

von Redaktion

Vertrag in den USA aufgelöst: Kehrt der ewige Fanliebling zum dritten Mal zu 1860 zurück?

München – Der Countdown läuft. Noch sieben Tage, dann geht für die Löwen das große Abenteuer 3. Liga los. Abenteuer deshalb, weil eine Woche vor dem Trainingsstart mal wieder herzlich wenig geregelt ist. Relegationsheld Sascha Mölders, 33, hat verlängert, Adriano Grimaldi, 27, von Preußen Münster wird heute zum Medizincheck erwartet, ehe der Stürmer wohl einen Dreijahresvertrag unterschreibt. Ansonsten ist die Stimmung beim Aufsteiger geprägt von Abschiedsschmerz (kein neues Angebot für Timo Gebhart), von Verärgerung über Hasan Ismaiks Vogel-Strauß-Politik – und von Transferträumereien.

Bekanntlich wartet Daniel Bierofka noch immer auf Grünes Licht bzw. liquide Mittel für seine Wunschverpflichtungen Stefan Lex (28, Ingolstadt), Quirin Moll (27, Braunschweig) und Kevin Kraus (25, Heidenheim), Verstärkungen für Angriff, Mittelfeld und Verteidigung. Zu hören ist, dass der Trainer kurz davor ist, die Geduld zu verlieren im Spannungsfeld Verein/Investor. Neuesten Gerüchten zufolge denken die Löwen auch über eine Rückkehr von Stefan Aigner nach, der am Freitag seinen Vertrag mit den Colorado Rapids aufgelöst hat. Jedoch: Ohne externe Hilfe dürfte ein ehemaliger Erstligaspieler wie Aigner, 30, kaum zu finanzieren sein – so sehr es den Urmünchner auch zurück in seine Heimat drängen mag.

Bierofka wartet . . .

Ließe sich eine Rückkehr des ewigen Fanlieblings realisieren, würde sich nicht nur für Aigner ein Kreis schließen. Anfang 2009 kehrte das Löwen-Urgestein aus Bielefeld zurück, um ein paar solide Zweitligajahre bei seinem Herzensverein zu verbringen. Vier Jahre stürmte er für Eintracht Frankfurt (2012 bis 2016), ehe er mit 1860 den Aufstieg in die Bundesliga anpeilen wollte. Bekanntlich wurde stattdessen ein Horrorjahr daraus, nicht nur für Aigner: Riesenjubel bei seiner Rückkehr, drei schnelle Tore, dann jedoch: Syndesmoseverletzung, ein zu frühes Comeback, der Rücktritt als Kapitän, schließlich Abstiegsrelegation trotz eines Aigner-Tores am 34. Spieltag, das zur Rettung gereicht hätte (wenn Heidenheim nicht noch 2:1 gewonnen hätte). Am Ende ein Abschied im Frust.

Und jetzt: Sind aller guten Dinge drei? Zu hören ist, dass die 3. Liga für den Ex-USA-Profi kein Hindernis darstellen würde, auch Aigners Gehaltsvorstellungen sollen moderat sein. Trotzdem hängt die Sache am Geld – wie so oft bei 1860. uli kellner

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