Ein Fallrückzieher ins französische Herz

von Redaktion

Der Schalker Torjäger Klaus Fischer (Foto) war berühmt für seine akrobatischen Einlagen, speziell für seine Fallrückzieher. Auf diese Weise hatte er in der Bundesliga mehrfach spektakulär getroffen, im Nationaltrikot gelang ihm im hochdramatischen WM-Halbfinale 1982 in Sevilla gegen Frankreich solch ein Kunststück. Die Franzosen, angeführt von Michel Platini, galten damals als die technisch versierteste Elf des Weltfußballs. Im Duell mit dem Erzrivalen Deutschland ließen sich die „Bleus“ auch nicht durch die Verletzung ihres Verteidigers Patrick Battiston schocken, der nach einem Zusammenstoß mit dem dafür schwer kritisierten Keeper Toni Schumacher bewusstlos liegen blieb. In der Verlängerung ging Frankreich durch Tore von Marius Tresor (92.) und Alain Giresse (98.) mit 3:1 in Führung – die Entscheidung schien gefallen zu sein. Doch der eingewechselte Karl-Heinz Rummenigge (102.) verkürzte auf 2:3. Dann schlug die große Stunde von Klaus Fischer: Flanke Pierre Littbarski, Kopfball-Rückgabe Horst Hrubesch – Fischer legte sich am Fünfmeter-Raum in die Luft und traf die Franzosen per Fallrückzieher zum 3:3 (108.) mitten ins Herz. Das Elferschießen gewannen die Deutschen 4:3. „Ich stand mit dem Rücken zum Tor und hatte keine andere Wahl“, erzählte Fischer, „ich traf den Ball perfekt.“ Foto: Imago

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