Ex-Bayern-Boss Hopfner erhält Verdienstkreuz

von Redaktion

München – Seit Karl Hopfner im November 2016 den Posten als Präsident des FC Bayern wieder an Uli Hoeneß abgegeben hat, ist es um den 65-Jährigen ruhig geworden – und so hatte er es sich eigentlich ja auch gewünscht. 2012 hatte er sich bereits aus dem Vorstand des Rekordmeisters zurückgezogen, nach 30 Jahren als fleißiges Finanz-Bienchen und Strippenzieher an der Säbener Straße wollte er seinen Ruhestand genießen. Als Hoeneß ins Gefängnis musste, sprang Bayerns Mann für alle Fälle dann aber noch einmal als Präsident ein. Zwei Jahre füllte er das Amt aus, ehe er sich wieder zurückzog. Gestern Abend ist er erstmals seit Längerem wieder mal im Rampenlicht aufgetaucht: Innenminister Joachim Herrmann ehrte ihn mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande.

Der gebürtige Münchner war 1983 zum FC Bayern gekommen, auf eine Zeitungsannonce hin. Als er anfing, arbeiteten an der Säbener Straße zwölf Angestellte, der Umsatz lag bei sechs Millionen Euro. Heute beschäftigt der Club über 500 Menschen, pro Jahr zirkulieren knapp 400 Millionen Euro – die Entwicklung ist auch der umsichtigen Hauspolitik von Hopfner zuzuschreiben, der über die Jahrzehnte gemeinsam mit Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge die Geschicke bestimmte. Das Trio war lange das „Triumvirat“ des FC Bayern, auch wenn Hopfner stets eine Rolle im Hintergrund besetzte. Gestern gehörte ihm mal einen Abend das Scheinwerferlicht. Dafür opfert man einen Abend Ruhe sicher gerne einmal.  awe

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