Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird bei der Vergabe der WM 2026 für die USA, Kanada und Mexiko („United 2026“) stimmen. Das gab der DFB am gestern Abend bekannt. Die Endrunde wird heute (ab 8.00 Uhr/MESZ) durch den FIFA-Kongress vergeben, zur Wahl stehen außerdem Marokko und die Neuausschreibung der Vergabe. Stimmberechtigt sind bis zu 207 FIFA-Nationen, zum Sieg reicht die einfache Mehrheit. „Es ist erfreulich, dass beide Bewerbungen nach einem fairen und transparenten Verfahren auf dem Kongress zur Abstimmung stehen. Umso bedauerlicher waren die politischen Interventionen des US-Präsidenten, die dem Fairplay-Gedanken der FIFA widersprechen. Sie haben dementsprechend auf die Entscheidung des DFB keinen Einfluss gehabt“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Gegen Marokko spreche die Ausweitung des Teilnehmerfeldes: „Wegen des neuen Formats eines WM-Turniers mit 48 Mannschaften haben es kleinere Länder ohne umfangreiche Stadionkapazitäten schwerer, erfolgreich als Ausrichter anzutreten“, sagte Grindel. Der russische Präsident Wladimir Putin wird an der heutigen Sitzung des FIFA-Kongresses in Moskau teilnehmen.
Brasiliens Stürmerstar Neymar geht es nach Auskunft von Torhüter Alisson immer besser. „Er hat Schritt für Schritt Vertrauen zurückgewonnen“, so Neymars Mitspieler im WM-Quartier in Sotschi: „Es geht ihm sehr gut.“ Damit dürfte der Angreifer von Paris Saint-Germain auch beim ersten WM-Spiel der Seleção am Sonntag gegen die Schweiz von Beginn an spielen. Nach dreimonatiger Verletzungspause hatte Neymar erst am Sonntag beim 3:0-Testspielerfolg in Österreich sein Startelf-Comeback gegeben und die gute Form mit einem sehenswerten Treffer unter Beweis gestellt.
Deutschlands zweiter Gruppengegner Schweden ist gestern in Gelendschik angekommen – und laut Medien von einem einsamen Fan begrüßt worden. Nach der um 30 Minuten verzögerten Landung am kleinen Flughafen an der Schwarzmeerküste habe die 15 Jahre alte Margot aus der Gastgeberstadt auf die Kicker gewartet. Das berichtete die schwedische Zeitung Sportbladet. Die Spieler allerdings seien direkt in den Bus gestiegen und in ihr Hotel gebracht worden.
Bei Argentinien, dem WM-Zweiten von 2014, deutet einiges auf ein offensives Duo Sergio Agüero/Lionel Messi hin. Beim gestrigen Training ließ Trainer Jorge Sampaoli den Stürmer von Manchester City im zentralen Angriff spielen. Superstar Messi würde es wohl freuen: Die beiden sind gute Freunde, saßen im Flugzeug nach Moskau nebeneinander.