Deutschlands WM-Auftaktgegner Mexiko muss in Russland ohne Abwehrspieler Diego Reyes, 25, auskommen. „Es schmerzt in der Seele“, twitterte der Profi des FC Porto, der eine Oberschenkelverletzung nicht rechtzeitig auskurieren konnte. Erick Gutierrez (CF Pachuca) soll Reyes ersetzen. Noch hat die FIFA aber kein grünes Licht für die Nachnominierung gegeben.
Auch in Russland steht für die teilnehmenden Mannschaften viel Geld auf dem Spiel: Rund 32 Millionen Euro wird die FIFA an den Gewinner der WM auszahlen. Insgesamt sollen die Prämien im Vergleich zum Turnier in Brasilien 2014 um 40 Prozent steigen. 668 Millionen Euro werden an die insgesamt 32 Teilnehmer ausgeschüttet – der Großteil, nämlich 338 Millionen, als Preisgeld. So streicht der WM-Zweite immerhin noch 23,6 Millionen ein, der Dritte 20,7, der Vierte 18,6 Millionen. Der Sprung ins Achtelfinale wird mit gut 10 Millionen belohnt, doch auch die 16 Teams, die nach der Vorrunde nach Hause fahren, gehen nicht leer aus – als Trost bleiben ihnen 6,7 Mio.
Mehr als 1300 gewalttätige Fans aus Großbritannien dürfen nicht zur WM nach Russland reisen. Die Pässe der Hooligans und anderer bekannter Krawallmacher seien vorsichtshalber bis zum Finale in Moskau am 15. Juli einkassiert worden, teilte das Innenministerium in London mit. 60 Pässe müssten noch eingezogen werden. „Die WM ist ein Festival des Fußballs und kein Platz für Gewalt und Störungen“, sagte der für das Polizeiwesen zuständige Staatssekretär Nick Hurd.
Jamaikas ehemaliger Sprint-Star Usain Bolt drückt bei der WM Lionel Messis & Co. die Daumen. „Ich bin schon seit vielen Jahren Argentinien-Fan. Wenn sie gut spielen, können sie das Finale erreichen und es auch gewinnen. Ich hoffe, dass sie es dieses Mal packen“, sagte der achtmalige Olympiasieger nach einem Benefizspiel zwischen den französischen Weltmeistern von 1998 und einem Allstar-Team, in dem auch der 31 Jahre alte Bolt mitkickte.
Argentinische Häftlinge haben zu drastischen Maßnahmen gegriffen, um die Spiele von Lionel Messi und Co. bei der WM im Fernsehen mitverfolgen zu können. Da das Kabel-TV im Gefängnis von Puerto Madryn nicht funktioniert, sind neun Insassen in einen Hungerstreik getreten. „Kabelfernsehen ist ein unabdingbares Recht für jeden, der seiner Freiheit beraubt ist“, so der Standpunkt der Knackis.