Russlands Präsident Wladimir Putin machte dem FIFA-Kongress kurz seine Aufwartung. Er hielt eine freundliche Rede, die inhaltlich aber ohne Belang blieb. Gianni Infantino bedankte sich mit kurzer Umarmung und einem Geschenk, das wohl für die Sparsamkeit der FIFA stehen sollte: Putin bekam einen simplen Wimpel zum an die Wand hängen.
Die FIFA hat Einsparungen vorgenommen – das ist eine Botschaft des 68. Kongresses. Aber nicht, weil sie es müsste – sondern um mehr Geld in die Entwicklung des Fußballs leiten zu können. „Nur noch 18 Prozent, viel weniger als vor einigen Jahren, wenden wir für die Verwaltung auf“, sagt Finance Officer Thomas Peyer. „Die FIFA-Finanzen sind solide und stark“, sagte Alejandro Dominguez aus der Finanzabteilung. Für den Zyklus 2015 bis 18 habe man „98 Prozent des Budgets vertraglich gesichert“ (Stand Ende 2017). Die FIFA verfügt, so Thomas Peyer, über 4,417 Milliarden Dollar Gesamtvermögen, davon 2,7 Milliarden aus „flüssigen Mitteln und Anlagen“.
2018 wird das einnahmenstärkste Jahr der FIFA-Geschichte. Für den nächsten Zyklus (2019 bis 22) erwartet die FIFA 6,56 Milliarden Dollar, 53 Prozent soll der Verkauf der TV-Rechte einbringen. Infantino: „Es wurde schon berichtet, dass dunkle Jahre vor uns liegen. . .“ gük