von Redaktion

Stadionverbot für Nigerias Hühner

WM-Start ohne Glücksbringer: Fußballfans aus Nigeria dürfen zu den Spielen ihrer Nationalmannschaft in Russland keine lebenden Hühner mit ins Stadion bringen. Das teilten die Behörden von Kaliningrad mit. Nigeria bestreitet am Samstagabend in der Ostsee-Exklave gegen Kroatien sein erstes Gruppenspiel. Fans aus Nigeria hätten beantragt, Hühner mit zum Spiel zu bringen. „Wir haben ihnen gesagt, dass sie auf keinen Fall mit lebenden Hühnern durchgelassen werden“, sagte Andrej Jermak, Tourismusminister des Gebiets Kaliningrad, der Agentur Interfax zufolge. Wenn die Nigerianer ihr Team an einem anderen Ort anfeuern wollen, würden ihnen die Behörden sagen, wo sie sich Hühner kaufen könnten. „Wir sind bereit, den exzentrischsten Bitten nachzukommen.“ Hühner, bemalt in den Nationalfarben grün und weiß, sind für viele Fans ein traditioneller Glücksbringer.

Russland steht bei furchtsamen Ausländern im Ruf, dass dort immer noch Bären durch die Städte laufen. Bei den Jubelfeiern nach dem WM-Auftaktsieg über Saudi-Arabien ist nun tatsächlich eines der Symboltiere des Landes durch die Straßen von Moskau gefahren worden. Auf der Rückbank eines grünen Oldtimers saß ein dressierter Braunbär, tutete in eine Vuvuzela und animierte mit erhobenen Pfoten die Passanten zum Klatschen. Videos der Aktion vom Donnerstagabend stießen im Internet teils auf Begeisterung, teils auf Entrüstung: Die Zurschaustellung sei Tierquälerei.

Als Weltklassespieler dribbelte sich Diego Maradona auch an den stärksten Abwehrspielern vorbei – aber gegen russische Sicherheitskräfte hatte der Argentinier am Donnerstag keine Chance. Angehörige der Sondereinheit Omon erkannten den Weltmeister von 1986 am Moskauer Luschniki-Stadion nicht und verweigerten ihm trotz heftiger Proteste den Durchgang zum Parkplatz. Ungeachtet inständiger Bitten von Maradonas Delegation blieb der Zaun geschlossen, und der 57-Jährige musste einen Umweg nehmen.

Drei Jahre mit Auto und Schiff von Argentinien zur WM nach Russland: Für Lionel Messi und seine Auswahlkollegen hat ein Pärchen aus Mendoza ein ungewöhnliches Abenteuer auf sich genommen. 2015 begann die Reise. Erst durch Südamerika, dann Mexiko, Panama. Mit dem Schiff ging es nach Belgien, mit dem Auto unter anderem über Berlin nach Russland. Immer dabei: Hund Drako. „Unsere Security“, sagt einer der Reisenden.

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