von Redaktion

Watutinki – Über Manuel Neuer werden ja immer Witze gerissen wie: Wichtig sei nicht der Zustand seines Mittelfußes, sondern der des Reklamierarms. Der müsse funktionieren. Denn wenn der Torwart des FC Bayern und des Nationalteams einen Gegentreffer kassiert hat, dann schnellt ziemlich reflexartig der Arm nach oben, um den Schiedsrichter auf eine Unregelmäßigkeit in der Entstehung des Tores aufmerksam zu machen – auch wenn es dabei womöglich gar keine gegeben hat.

Beim mexikanischen Tor blieb Neuers Arm unten, der Tormann schimpfte mit der eigenen Mannschaft, die durch einen Ballverlust und eine folgende Fehlerkette das 0:1 in die Wege geleitet hatte. Dennoch wurde zum WM-Auftakt seitens der Deutschen massiv Beschwerde geführt, wie man es selten zuvor bei einer deutschen Mannschaft gesehen hat. Toni Kroos etwa ließ sich wegen einer Freistoßentscheidung nach einem Handspiel auf eine Diskussion mit dem Schiedsrichter ein, bei der er sehr herrisch auftrat. Auch andere Spieler wie Thomas Müller traten aggressiv auf. Warum nur? Ist es nur für den eigenen emotionalen Ausgleich?

„Wir haben jetzt eine neue Situation mit dem Videobeweis“, sagt Manuel Neuer, „aber klar ist, dass nach wie vor der Schiedsrichter entscheidet, ob er eine Szene noch einmal ansieht.“ Auch das gehöre zu den Lehren aus dem Mexiko-Match. Neuer zusammenfassend: „Wir wissen, dass das Reklamieren nichts bringt.“  gük

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