München – Vor dem Regen fürchtet sich Felix Georgii nicht. Es wäre auch seltsam, wenn er, der Wakeboarder, der sein Geld im Wasser verdient, sich an ein paar Tropfen stören würde. Eigentlich findet er Regen sogar ganz gut, „weil die Obstacles dann nass sind“, wie er sagt.
Obstacles, das ist einer dieser Begriffe, die man an diesem Wochenende häufig im Münchner Olympiapark hören wird. Es ist das englische Wort für „Hindernisse“. Und wenn einige der weltbesten Extremsportler ab heute wieder für drei Tage in den Park einziehen, um sich an der fünften Ausgabe des Actionsportfests Munich Mash zu beteiligen, dann werden dort viele spektakuläre Hindernisse auf sie warten.
Der Allgäuer Georgii, 25, zählt zu den Sportlern, die diese Hindernisse besonders spektakulär überwinden. Im Vorjahr, als 70 000 Zuschauer die Mash-Events besuchten, hat er auf dem Olympiasee den besten Trick gezeigt, einen „Switch one foot 540“. Noch so ein Fachbegriff, der übersetzt heißt: Eine anderthalbfache Drehung in der Luft mit nur einem Bein in der Halterung des Boards.
Ein Jahr später hat sich der Kurs auf dem See sehr verändert. Anstelle der gewaltigen „BigAir“-Rampe finden sich im Wasser viele kleine Hindernisse. Für die Sportler bedeutet das: Weniger Höhe, mehr Tricks. „Es wird mehr Variationen geben“, sagt Georgii, „aber auch die Möglichkeit, dass man ein bisschen verkackt.“
An diesem Schwierigkeitsgrad orientieren sich auch die zwei anderen großen Mash-Wettbewerbe. Für die Skater haben die Veranstalter vomHang am Coubertinplatz bis zum Olympiasee hinunter eine 300 Meter lange Abfahrt gebaut, die es in dieser Form (Rampen, Quarter, steile Kurven) noch nie gegeben hat. Auch der BMX-Parcours – 700 Quadratmeter auf dem See – hat es in sich.
Und damit zurück zum Regen. Nur er kann das Spektakel verhindern. Anders als die Wakeboarder sind Skater und BMX-Fahrer nämlich auf trockene Strecken angewiesen.