von Redaktion

Guerrero traut sich auch WM 2022 zu

Der frühere Bundesliga-Stürmer Paolo Guerrero (u.a. FC Bayern, HSV) schließt trotz seiner 34 Jahre auch eine Teilnahme an der WM 2022 in Katar nicht aus. „Ich weiß nicht, ob das mein letztes Spiel bei einer WM sein wird“, sagte der Kapitän der Peruaner vor dem letzten WM-Gruppenspiel seines bereits ausgeschiedenen Teams gegen Australien: „Ich kann immer noch mithalten und dem Team viel geben.“ Verzichten muss Peru im finalen WM-Spiel auf Jefferson Farfan. Der Stürmer war im Training mit einem Kollegen zusammengeprallt, zusammengebrochen und mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Kolumbiens Nationaltrainer Jose Pekerman widmete den 3:0-Sieg gegen Polen bei der WM in Russland dem gesperrten Verteidiger Carlos Sanchez, der Morddrohungen erhalten hatte. „Er macht eine harte Zeit durch“, sagte der Coach über den Abwehrspieler, der bei der 1:2-Auftaktniederlage gegen Japan bereits in der dritten Minute wegen absichtlichen Handspiels vom Platz gestellt worden war: In einem Tweet war Sanchez neben dem 1994 ermordeten Nationalspieler Andres Escobar abgebildet worden, darunter stand der Satz: „Ich schlage dir einen Traum vor.“ Die Polizei versucht, über Spezialisten für Cyberkriminalität herauszufinden, wer hinter dem Twitter-Account Humo Aguila steckt. Bereits wenige Minuten nach der Veröffentlichung des Eintrags war der Account wieder gelöscht worden. Vor 24 Jahren war Escobar zehn Tage nach seinem Eigentor, das zum WM-Vorrunden-Aus führte, in Medellin erschossen worden.

Der ehemalige FIFA-Funktionär Marcel Mathier sieht auf den Fußball-Weltverband Schwierigkeiten zukommen, sollte er die Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Stephan Lichtsteiner nach deren umstrittenen Jubel-Gesten im Spiel gegen Serbien sperren. „Dann hat die FIFA ein großes Problem. Von da an müsste nämlich jede Geste, die auf irgendeine Weise einen politischen oder religiösen Hintergrund haben könnte, untersucht werden“, sagte der Schweizer Mathier der „Basler Zeitung“.

Der litauische Grenzschutz hat am Wochenende 20 Fans die Durchreise zu Spielen der WM in Russland untersagt. Weil sie als Angehörige von Drittstaaten nicht das notwendige Schengen-Visa zur Einreise in das baltische EU-Land vorweisen konnten oder falsche Ausweise vorgelegt hätten, seien sie an der Grenze abgewiesen worden, sagte ein Behördensprecher.

Artikel 1 von 11