Falls die deutschen Fußballer im Kampf ums WM-Achtelfinale den Rechenschieber brauchen sollten, könnten sie sich an Mark Geiger wenden. Der Schiedsrichter aus den USA, der das entscheidende Vorrundenspiel gegen Südkorea (morgen, 16 Uhr/ZDF) leitet, ist ein anerkanntes Mathe-Genie. Abseits des Platzes unterrichtet der 43-Jährige an der Lacey Township High School in Lanoka Harbor (New Jersey) u.a. Mathematik. In seiner Eigenschaft als Lehrer gehörte er im Jahr 2009 zu den 103 Empfängern eines Preises „für herausragende Lehre in Mathematik und Naturwissenschaften“. Das Gegenteil von herausragend war allerdings der Wirbel, den es im Anschluss an Geigers ersten Auftritt bei dieser WM gab. Der Marokkaner Noureddine Amrabat erhob nach der Niederlage gegen Portugal (0:1) Vorwürfe gegen den Amerikaner. „Er war total beeindruckt von Cristiano Ronaldo. Und ich habe von Pepe (portugiesischer Verteidiger, d. Red.) gehört, dass er in der ersten Hälfte gefragt hat, ob er sein Trikot haben kann“, sagte Amrabat: „Wir sind bei der WM und nicht im Zirkus.“ Sowohl Geiger als auch der Weltverband FIFA wiesen die Anschuldigungen vehement zurück.