„Schönste und beste Mash, den wir je hatten“

von Redaktion

88 000 Menschen feiern beim Actionsportfestival im Olympiapark – Die Veranstalter planen schon für die Zukunft

München – Wie sehr Marion Schöne das Projekt ans Herz gewachsen ist, merkte man an ihrer Wortwahl. Als die Geschäftsführerin der Olympiapark München GmbH (OMG) am Sonntagnachmittag in der ersten Reihe beobachtete, wie sogar die weltbesten Wakeboarder immer wieder in den Olympiasee plumpsten, urteilte sie in Fachsprache: „Die Obstacles waren sehr schwer zu fahren.“ Übersetzt heißt das: Die Hindernisse waren sehr anspruchsvoll.

Als Schöne am vergangenen Wochenende durch den Olympiapark spazierte, wirkte sie rein optisch ein wenig fremd zwischen den Jugendlichen mit ihren weiten Shirts und Caps. Es gehört aber nun einmal zum Erfolgsgeheimnis des Actionsportfestivals Munich Mash, dass sich dort Menschen mischen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammenpassen. Die fünfte Mash-Ausgabe hat von Freitag bis Sonntag mal wieder Jung und Alt an einen Fleck geführt. Gemeinsam feierten sie eine große, friedliche Party. 88 000 Besucher zählten die Veranstalter an diesen drei Tagen, so viel wie noch nie in der Mash-Geschichte. Nicht nur deswegen sagte Marion Schöne: „Das war der schönste und beste Mash, den wir je hatten.“

Das hatte mit dem Wetter, dem kostenlosen Eintritt, freilich aber auch mit dem Sport zu tun. Die Mash-Macher legen stets großen Wert darauf, die Weltspitze des Actionsports in München zu versammeln. Das Angebot – Wakeboard, Skateboard und BMX – kam in diesem Jahr besonders gut an, gerade der neue Skate-Wettbewerb, eine Achterbahnfahrt vom Coubertinplatz zum Olympiasee, überzeugte. Er soll in Zusammenarbeit mit Red Bull bis 2020 fortgesetzt werden. „Das neue Set-up im See wurde super angenommen“, sagte Schöne. „Alle hatten gute Sicht. Das wollen wir nächstes Jahr beibehalten.“

Das Mash-Team tüftelt nun schon an der nächsten Ausgabe. Mit der Stadt München besteht eine alte Abmachung, dass das Event auch 2019 mit 100 000 Euro unterstützt wird. Die Veranstalter hoffen, dass der Deal verlängert wird. In diesem Jahr sammelten sie Argumente, die auch der Stadt gefallen dürften. Neben dem Spitzensport fanden sich im Olympiapark viele Mitmach-Stationen, 16 Bands spielten an Live-Konzerte. Und so entwickelte Mash eine besondere Atmosphäre, die viele Gruppen der Gesellschaft zusammenführte, was in diesen Tagen nicht mehr selbstverständlich ist. christopher meltzer

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