Nigeria ist Vorbild für Afrikas Fußball

von Redaktion

Zum Einstieg ein kleiner Ausflug in die Erdkunde: In Nigeria leben heute fast 194 Millionen Menschen, mehr als in jedem anderen Staat des afrikanischen Kontinents. Und weil die Nigerianer den Fußballsport besonders lieben, formt sich ihre Nationalmannschaft aus einem Talentpool, der im Vergleich mit den Systemen Westeuropas nicht durchakademisiert, aber eben doch ziemlich groß ist. Die Armut ist verbreitet, am Fußballnachwuchs fehlt es aber nicht. Es wundert daher kaum, dass Nigeria mit dem jüngsten Kader (Durchschnitt: 25,9 Jahre) nach Russland gereist ist. Die Mannschaft hat Zukunft. Viel hatte nicht gefehlt, dann hätten sie Argentinien aus dem Turnier gekickt. Die Nigerianer verteidigten clever, Ahmed Musa deutete mit zwei hübschen Toren an, dass in ihm ein Stürmer von Format steckt. Die Mannschaft hat fast alles, um Vorbild für den afrikanischen Fußball zu sein. Nur eines fehlt: Ein Trainer aus der Heimat. Dem Deutschen Gernot Rohr ist nichts vorzuwerfen, es müsste sich aber ein Trainer-Vorbild an der Spitze stellen, dem andere nacheifern. In Afrika fehlen ausgebildete Trainer, die das Spiel im Land weiterentwickeln können.

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