„In der Redaktion wurde jemand gesucht, der auf Argentinien als Weltmeister setzt und das begründet. Ich Trottel habe mich gemeldet“, twitterte ich nach dem 0:3 der Gauchos gegen Kroatien. Der Tweet bekam viele (Mitleids-)Herzen.
Ich hatte den Glauben ja schon leicht verloren, als ich Argentinien – Island im Moskauer Spartak-Stadion sah. Von einem Superplatz aus. Vierte Reihe, hinter der argentischen Bank. Da genügten fünf Minuten, um zu erkennen: Trainer Sampaoli ist ein Kasperl, auf den keiner hört.
Wahrscheinlich hat der Mann nichts mehr zu melden, und Lionel Messi ist Spielertrainer. Die Geheimwaffe Argentiniens ist ohnehin Diego Maradona. Dessen Tribünenshow beschäftigt jeden Gegner in einem Maße, dass er sich nicht mehr aufs Spielgeschehen konzentrieren kann. Nigeria kann das bestätigen: Zum 1:1 ausgeglichen, dann 1:2 verloren, als oben Diego loslegte.
Argentinien ist eine Wahnsinnstruppe. Kann also noch was werden.