Basketball

Der Vielseitige geht von Bord

von Redaktion

Reggie Redding verlässt Double-Sieger FC Bayern in Richtung Ankara

München – Sie haben sich mit den Personalentscheidungen für die neue Saison Zeit lassen wollen, die Basketballer des FC Bayern. Seit Donnerstagabend ist die erste Frage doch schon geklärt: Reggie Redding wird das Unternehmen Titelverteidigung nicht mitmachen. Der US-amerikanische Allrounder geht nach zwei Jahren im Audi Dome von Bord und sucht sein Glück in der Türkei. Ausgerechnet in dem Land also, in der vor seinem Engagement bei den Bayern schon einmal gescheitert war. Das war allerdings bei Darüssafaka Istanbul – diesmal sicherte sich der aufstrebende Hauptstadtklub Türk Ankara die Dienste des bald 30-Jährigen.

Bayern-Sportchef Daniele Baiesi gab ihm natürlich reichlich lobende Worte mit auf den Weg. „Reggie war einer der Schlüssel unseres Erfolgs, er hatte sich der Sache komplett verschrieben“, sagte der Italiener über den Mann, der für die Münchner insgesamt 70 Bundesliga-Spiele bestritt.

Wobei es auch leicht ausrechenbar ist, dass Reddings Verbleib für die Bayern-Macher nicht die oberste Priorität hatte. Trainer Dejan Radonjic hatte deutlich durchblicken lassen, dass er den Meisterkader noch nicht unbedingt für Euroleague-tauglich erachtete. Auf den Ausländerpositionen hat der Club nur bedingt Spielraum für Verstärkungen. Von den bislang sieben Kontingentspielern bleiben vier definitiv im Audi Dome: Milan Macvan, Stefan Jovic, Vladimir Lucic und Braydon Hobbs haben noch Verträge für die kommende Saison. Und neben Eurocup-Allstar Devin Booker und dem NBA-erfahrenen Ausnahme-Athleten Jared Cunningham scheint Redding dann doch am verzichtbarsten.

Offiziell noch unklar ist allerdings der Verbleib von Dejan Radonjic selbst. Die Gespräche mit dem Montenegriner sollen spätestens im Verlauf der nächsten Woche abgeschlossen sein.   rp

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