von Redaktion

#Zsmmn auf SchwedischBei der deutschen Nationalmannschaft, die bei dieser WM zumindest körperlich anwesend gewesen sein soll, hatten sich modern denkende Marketingmenschen den Slogan „#zsmmn“ ausgedacht. Nun, das Motto wurde bereits vor dem Turnierstart gründlich pulverisiert, denn von einer Einheit war ab der Erdogan-Affäre nichts mehr zu spüren. Mesut Özil schweigt bis heute, der DFB wurde der Sache nicht Herr, und überhaupt zersplitterte „die Mannschaft“ (auch das ist so ein Slogan von modernen Marketingmenschen) nachweislich in Einzeleinheiten. Die Schweden, Gruppensieger, machten es nicht nur auf dem Platz vor, wie man sich positioniert. Als Jimmy Touma Durmaz (Mitte) in der Heimat wegen seiner türkischen Herkunft als „verdammter Fremder“ und Selbstmordattentäter angegriffen wurde, nachdem er den Freistoß vor dem deutschen 2:1 verschuldet hatte, verlas er nach dem nächsten Training eine Erklärung, in der er sich als Teil des Teams bezeichnete. Hinter ihm standen die Kollegen, wie es so schön heißt, wie ein Mann, und als Durmaz seine Ansprache beendet hatte, riefen sie alle zusammen laut: „Fuck Racism!“ #Zsammn auf Schwedisch halt. Vorbildlich. Und deutlich moderner als der Slogan der deutschen Strategen, die bei dieser WM mit allem, was sie angepackt haben, danebenlagen.  awe/ FOTO: DPA

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