Wem Toni Kroos’ Freistoß gut gefallen hat, der sollte sich auch noch Kevin de Bruynes Flanke ansehen. Als Belgiens Edelkicker gegen Panama mit Tempo in den Strafraum dribbelte, musste er eine besonders anspruchsvolle Technik wählen, um seinen Stürmer Romelu Lukaku anzuspielen: Er zirkelte den Ball mit dem rechten Außenrist an sechs (!) Verteidigern vorbei, Lukaku musste ihn nur reinköpfeln. Ein kleines Fußballkunstwerk.
Vor dem WM-Start habe ich hier mit Hilfe der Pep-Guardiola-Theorie (die taktische Vorarbeit des Spaniers beeinflusste die letzten beiden Weltmeister) erklärt, warum Belgien mit dem Pep-Schüler de Bruyne den Titel gewinnt. Es läuft gut: Das 3-4-2-1-System flutscht, das Toreschießen auch (WM-Bestwert: 9). Und der Humor stimmt: Als BVB-Stürmer Batshuayi das Siegtor gegen England bejubelte, wollte er den Ball ins Netz knallen, traf aber den Pfosten, von wo der Ball in sein Gesicht sprang. Auf Twitter fragte er später: „Warum bin ich so blöd, Bro?“