Maradonas Offerte

von Redaktion

Er würde gerne Argentiniens Nationaltrainer werden

Moskau – Man hat Diego Maradona bei dieser WM oft gesehen. Bisweilen schien der Jahrhundertfußballer sogar das Lieblingsmotiv für Fotografen und Kameraleute zu sein. Denn sein bizarres Gebaren auf der Ehrentribüne war ebenso aufsehen- wie besorgniserregend. Zeitweise musste Maradona sogar von einem Begleiter festgehalten werden, um nicht vornüber zu kippen. Nun überraschte Argentiniens Fußball-Weltmeister von 1986, indem er sich als Nationaltrainer seines Landes anbot. In seiner venezolanischen TV-Show „De la Mano del Diez“ („Die Hand des Zehners“) antwortete Maradona auf die Frage, ob er sich den Job vorstellen könne: „Ja, und ich würde ihn umsonst machen. Ich würde nichts dafür verlangen.“

Amtsinhaber Jorge Sampaoli ist nach der 3:4-Niederlage gegen Frankreich und dem WM-Aus am vergangenen Samstag allerdings noch nicht entlassen. Er besitzt noch einen Vertrag bis 2022. Maradona, seit Langem ein Kritiker Sampaolis, griff den Coach indirekt an: „Ich werde krank, weil alles, was wir mit viel Mühe aufgebaut haben, mal eben so zerstört wurde.“

Maradona war zwischen 2008 und 2010 selbst argentinischer Nationaltrainer. Sein Vertrag wurde nach der 0:4- Niederlage gegen Deutschland im Viertelfinale der WM in Südafrika allerdings nicht mehr verlängert.  sid

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