Wachsam bleiben bis zum Abpfiff

von Redaktion

Der späte Jubel Belgiens über das Weiterkommen im WM-Achtelfinale gegen Japan liegt beim Turnier in Russland voll im Trend. Das Tor von Nacer Chadli in der vierten Minute der Nachspielzeit war bereits der neunte Siegtreffer, der in der 90. Minute oder später fiel. Während der kompletten WM 2014 in Brasilien waren es nur acht – und dabei sind die Siegtore in der Verlängerung schon eingerechnet. Bei keiner anderen Weltmeisterschaft zuvor gab es so viele späte Siegtreffer. Heuer hingegen setzten die glücklichen Gewinnerteams in zwei Partien sogar noch einen Treffer drauf. Sowohl Südkorea beim 2:0 gegen Deutschland, als auch Brasilien beim 2:0-Erfolg über Costa Rica trafen gleich zwei Mal in der Nachspielzeit. Eine Erklärung für die gestiegene Anzahl der späten Tore könnte der erstmalige Einsatz des Videoschiedsrichters sein. Durch die vermehrten Unterbrechungen sind die Nachspielzeiten deutlich länger als bei früheren Turnieren.  dpa/nutz

Die späten Siegtore bei der WM in Russland im Überblick:

Achtelfinale: Belgien – Japan 3:2; Chadli (90.+4).

Vorrunde: Südkorea – Deutschland 2:0; J. Kim (90.+3).

Vorrunde: Island – Kroatien 1:2; Perisic (90.).

Vorrunde: Saudi-Arabien – Ägypten 2:1; Al-Dausari (90.+5).

Vorrunde: Deutschland – Schweden 2:1; Kroos (90.+5).

Vorrunde: Serbien – Schweiz 1:2; Shaqiri (90.).

Vorrunde: Brasilien – Costa Rica 2:0; Coutinho (90.+1).

Vorrunde: Tunesien – England 1:2; Kane (90.+1).

Vorrunde: Marokko – Iran 0:1; Bouhaddouz (90.+ 5/Eigentor).

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