von Redaktion

Garmisch-Partenkirchen – Gut eine Woche war der SC Riessersee tot. Nach dem Verzicht auf die Teilnahme am Lizenzierungsverfahren für die DEL2 glaubten wenige an eine Zukunft. Zu tief steckt die Vermarktungs-GmbH im Schulden-Schlamassel, das Gesellschafter Udo Weisenburger zu verantworten hat. Nun aber die Kehrtwende: Der Eishockey-Traditions-club aus Garmisch-Partenkirchen hat eine Lizenz für die Oberliga Süd beantragt – und offenbar gute Chancen, die Spielgenehmigung zu erhalten. Eine Planinsolvenz soll der Schlüssel zum Erfolg sein.

Rechtsanwältin Birgitt Breiter, die bereits im Sanierungsprozess der Tölzer Löwen maßgeblich involviert war, beabsichtigt, am Dienstag den Antrag bei Gericht in Weilheim einzureichen.

Gemeinsam mit Geschäftsstellenleiter Stefan Endraß hält sie die Fäden in der Hand. Beide blicken dem Projekt optimistisch entgegen. „Wenn wir uns nicht sicher wären, dass unser Vorgehen von Erfolg gekrönt ist, hätten wir diesen Weg nicht beschritten“, sagt Endraß.

Bis Saisonbeginn Ende September soll die Insolvenz bereits vom Tisch sein. Unterstützt wird der SCR in seinem Überlebenskampf weiter vom EHC Red Bull München. Der Deutsche Meister hält an der Kooperation fest. „Wir haben viele Gespräch geführt, für uns ist das die beste Lösung“, betont Geschäftsführer Christian Winkler. Und was ist mit Weisenburger? Das klärt Breiter auf: „Er muss den Insolvenzantrag unterschreiben, wird dann seine Ämter niederlegen und die GmbH-Anteile abgeben.“  cf

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