von Redaktion

Doppelte Staatsbürgerschaft: Schweiz diskutiert

Im Schweizerischen Fußballverband SFV wird nach den Vorkommnissen bei der WM in Russland über ein Verbot der doppelten Staatsbürgerschaft für Nationalspieler diskutiert. Generalsekretär Alex Miescher hatte in einem Interview mit dem Tagesanzeiger gesagt, dass sich die Schweiz „vielleicht fragen müsse“, ob sie künftig die doppelte Staatsbürgerschaft in der Nationalmannschaft verbieten wolle. Im Spiel gegen Serbien (2:1) hatten Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka, beide mit kosovo-albanischen Wurzeln, ihre Tore mit der Doppeladler-Geste gefeiert. Das Formen des albanischen Wappentiers mit den Händen ist allerdings eindeutig ein von der FIFA verbotenes politisches Statement. Es folgte eine Geldstrafe von jeweils 8680 Euro für die beiden Spieler. Der Schweizer Kapitän Stephan Lichtsteiner, der sich dem Jubel angeschlossen hatte, wurde mit 4340 Euro Buße belegt. „Der Verband könnte sagen, dass die Türen in die Förderprogramme nur jenen Nachwuchsspielern offen stehen, die auf eine Doppelbürgerschaft verzichten“, betonte Miescher. Er erklärte weiter: „In den meisten Fällen machen wir den Spielern mit der Doppelnationalität auch keinen Gefallen. Das ist wie bei einem Scheidungskind, das sich zwischen Mutter und Vater entscheiden muss. Es wäre für viele Spieler befreiend, wenn die Entscheidung früher getroffen würde.“

Nach 42 Länderspielen ist Defensivspieler Gotoku Sakai (27) vom Bundesliga-Absteiger Hamburger SV aus Japans Nationalmannschaft zurückgetreten. Zuvor hatten schon Makoto Hasebe und Keisuke Honda ihren Rückzug erklärt.

Deutschlands Fußball-Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin für die Ausrichtung der WM 2018 in Russland gelobt. „Dies ist einer der besten World Cups, den ich in den vergangenen 40 Jahren gesehen haben, vielen Dank für diesen World Cup, Mister President“, sagte der Weltmeister von 1990 und fünfmalige WM-Teilnehmer am Freitag auf Englisch bei einem Empfang im Kreml. Matthäus weilt als eine der „Legenden“ des Fußball-Weltverbandes FIFA in Russland und hat bereits an mehreren öffentlichen Aktionen teilgenommen.

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