Tierische Ehre: Moskauer Zoo benennt Adler nach Russlands Torwart Akinfejew

von Redaktion

Bei der WM 2014 wurde er von der russischen Öffentlichkeit noch als Sündenbock verteufelt, und auch beim Confed Cup im letzten Jahr sorgte er mit einem Patzer für das Vorrundenaus. Doch nach dem Sieg nun im Achtelfinale über Spanien wird Igor Akinfejew von allen gefeiert. Der Torwart hat beim 4:3 mit zwei gehaltenen Elfmetern maßgeblichen Anteil daran, dass die „Sbornaja“ am heutigen Samstag gegen Kroatien um den Einzug ins Halbfinale bei der Heim-WM kämpft. Der Moskauer Zoo beschloss diese Woche, einen jungen Steppenadler nach Akinfejew zu benennen. Nach der WM wird eine entsprechende Plakette am Gehege des Raubvogels, der vor einem Monat geschlüpft ist, angebracht. Der gefiederte Akinfejew habe „blitzschnelle Reaktionen und einen scharfen Blick“, sagte die Zoodirektorin Swetlana Akulowa – das wären schon mal zwei Parallelen zur menschlichen Ausgabe, doch es gibt noch mehr: Abgesehen von seinen Flügen zu Überwinterungsquartieren im östlichen Afrika ist der gemeine Steppenadler ein sehr sesshafter Zeitgenosse, der sich im westlichen Teil von Europa nur sehr selten zeigt. Auch Igor Wladimirowitsch Akinfejew hat sich geographisch nie groß verändert. Seit seinem Debüt mit 16 spielt er für ZSKA Moskau. Wenn er zwischendurch bei Manchester United oder dem FC Bayern im Gespräch war, unterliefen dem heute 32-Jährigen wieder einmal Patzer, und die Clubs nahmen Abstand. Die Partie gegen Kroatien wird seine 111. Partie in der Nationalmannschaft – man muss kein gefiederter Akinfejew sein, um zu einem Höhenflug anzusetzen. ANDREAS WERNER

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