Istra – Der Staatspräsident kommt, mit Extra-Motivation aus der Heimat wollen Frankreichs WM-Helden ihre „Grand Tour“ in Russland in Richtung Titel fortsetzen. „Der Unterschied zwischen einer guten und einer großen Mannschaft sind Spiele wie ein Halbfinale und ein Finale. Wir wollen eine große Mannschaft sein“, sagt Bayern-Profi Corentin Tolisso. Doch die Hürden sind hoch, morgen (20.00 Uhr) in St. Petersburg wartet Nachbar Belgien.
Vor 20 Jahren hielt Didier Deschamps als Kapitän die WM-Trophäe in den Himmel über Paris, am Sonntag könnte er als Dritter nach Franz Beckenbauer und dem Brasilianer Mario Zagallo das Kunststück fertig bringen, als Spieler und Trainer Weltmeister zu sein. „Wir sind noch eine Woche hier“, sagte der 49-Jährige nach dem 2:0 über Uruguay.
Zuletzt zeigte die Formkurve deutlich nach oben. Kapitän Hugo Lloris ist im Tor makellos. Antoine Grieznann dreht in den K.o.-Spielen auf. Und das illuster besetzte Ensemble funktioniert als Team. „Teuflisch“, schrieb die „L’Équipe“ – auch im Vorgriff auf das Duell mit den Roten Teufeln, für das sich Staatschef Emmanuel Macron angekündigt hat. „Das gibt Extra-Motivation“, sagt Abwehrspieler Raphaël Varane.
Dennoch haben die bisherigen Etappen das Selbstvertrauen der Franzosen weiter gestärkt. „Wir haben Vertrauen in uns, wir wissen um unsere Qualitäten“, sagte Benjamin Pavard. der Stuttgarter Verteidiger ist übrigens ein Erfolgsgarant. Ob mit den Profis oder den Junioren-Teams – verloren hat Pavard in 29 Partien mit dem Hahn auf der Brust bislang nie.
Leidenschaftlich, hochbegabt, diszipliniert, mit Finesse und Durchschlagskraft – so präsentiert sich die Equipe in der K.o.-Phase. Fehlt nur die Vollendung, findet auch Stürmer Olivier Giroud: „Der letzte Sprint sollte besser als der bei der EM werden.“ dpa