Friedhof der Weltmeister: Diese WM hat für ein Novum gesorgt. Bei der 21. Auflage des Turniers stehen erstmals weder Deutschland noch Brasilien oder Argentinien unter den besten Vier. Kurios: Alle drei schieden in der Arena von Kasan aus, die Hauptstadt der Republik Tatarstan wurde damit zum Friedhof der Weltmeister. Elf der bisher 20 Titel gewannen Rekordweltmeister Brasilien (fünf), Titelverteidiger Deutschland (vier) und Vizeweltmeister Argentinien (zwei). Die drei Teams kamen in der WM-Historie zusammen 29 Mal unter die ersten Vier. Zuerst war die deutsche Elf zum Vorrundenabschluss mit 0:2 gegen Südkorea im Stadion an der Kasanka gescheitert, dann folgte Argentinien mit dem 3:4 im Achtelfinale gegen Frankreich. Am Freitag reihte sich auch Brasilien beim 1:2 im Viertelfinale gegen Belgien ein. Frankreich (1998) und England (1966) sind die einzig verbliebenen Weltmeister im Turnier. Das Aus der Brasilianer machte zudem das fünfte rein europäische Halbfinale der Geschichte perfekt. Nur 1934, 1966, 1982 und 2006 hatten ausschließlich Mannschaften vom Alten Kontinent in der Runde der letzten Vier gestanden.
Makabres Angebot: Ein belgisches Bestattungsunternehmen offeriert aus Freude über den Einzug ins Halbfinale ein besonderes Geschenk. Der erste verstorbene Spieler der Elf, die sich im Viertelfinale mit 2:1 gegen Brasilien durchgesetzt hatte, erhält eine kostenlose Beerdigung, inklusive Sarg, dessen Farbe weiß mit einem roten Deckel sein soll und zudem mit einem Fußball sowie weiteren Details ausgeschmückt werden würde. Weitere Angebote im Falle des Finaleinzugs oder sogar des ersten Titelgewinns schloss die Firma nicht aus.
Fauler Zauber: In Russland ließ man nichts unversucht – Schamanen in Sibirien hatten vor dem Viertelfinale gegen Kroatien die Geister um einen Sieg gebeten. „Unsere Schamanen sind Fans“, sagte eine Vertreterin der Schamanen-Vereinigung Tengeri in Ulan-Ude nahe der Mongolei. Einzelne Kollegen hätten Rituale abgehalten, um die Geister zu beeinflussen. Die Schamanen hätten dies vor jedem Spiel der „Sbornaja“ getan. Schamanismus ist in Russland vor allem in der Region rund um den Baikalsee verbreitet. Mit Glöckchen, Trommel und rituellen Gesang bitten die Schamanen um Hilfe der Götter, Geister und Ahnen. Gegen Kroatien wirkungslos.
Vorsicht, zerbrechlich: Die mexikanische Zeitung „Record“ druckte mit Blick auf Neymars Schauspieleinlagen zum Aus der Brasilianer ein Bild des Südamerikaners, auf dem er für den Heimflug mit Gepäckband umwickelt war. Dazu schrieb das Blatt: „Fragile“ – zerbrechlich. Wer den Schaden hat . . .