Asterix bei der WM

von Redaktion

Vor dem Duell heute zwischen Frankreich und Belgien haben die Zeitungen in den beiden Ländern auch die humorige Seite des Duells thematisiert – unter anderem mit dem berühmten gallischen Comic-Helden Asterix, der in seinen Abenteuern auch einmal die Grenze nach Belgien überquert. Kurioserweise treibt ihn beziehungsweise seinen egozentrischen Häuptling Majestix ein Zitat von Julius Cäsar um, das sich auch auf die Fußball-WM übertragen ließe. Der Römer soll nämlich behauptet haben, die Belgier seien von allen die Tapfersten, respektive die Besten – und das wollen die stolzen Gallier natürlich nicht so stehen lassen. Im Comic-Abenteuer, und hier enden die Parallelen zur WM, starten die Protagonisten einen Wettbewerb, bei dem sie – anders als heute Abend in Russland – nicht gegeneinander antreten, sondern sich einen neutralen Gegner aussuchen. Das sind natürlich die Römer, die reihenweise vermöbelt werden, was uns wieder in die Aktualität zurückbringt, denn das Volk jenseits der Alpen leidet unter der WM mit am meisten, da man ja gar nicht erst mitmachen durfte. Verprügelt wurden die Römer diesmal schon vor Beginn des WM-Abenteuers. Sollten Asterix’ Erben gegen die Belgier im Übrigen heute Abend weiterkommen, gäbe es nur für den Fall, dass sich im zweiten Halbfinale die Engländer durchsetzen, eine Fortsetzung des Vergleichs mit der Comic-Reihe. Es gibt durchaus den Band „Asterix bei den Briten“, in Kroatien waren die gezeichneten Helden aber nie explizit. Wie im Abenteuer in Belgien das endgültige Urteil Cäsars ausfiel? „Ihr spinnt alle miteinander“, rief er zornig. Schlechter Verlierer. So ein Spielverderber. ANDREAS WERNER

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