FC BAYERN

von Redaktion

München – Offiziell gäbe es „nichts zu vermelden“, wie der FC Bayern mauert. Dabei machte gestern die Meldung die Runde, dass sich der Meister mit Tobias Schweinsteiger von einem seiner prominentesten Mitarbeiter im Nachwuchsbereich trennen würde. Der 36-jährige Bruder von Weltmeister Bastian hatte zuletzt drei Jahre lang Tim Walter assistiert, zunächst für zwei Spielzeiten bei den B-Junioren, in der vergangenen Saison bei der Regionalliga-Reserve. Nachdem Walter in diesem Sommer zu Zweitligist Holstein Kiel wechselte und dorthin auch seinen vertrauten Co-Trainer Rainer Ulrich mitnahm, blieb der ältere Schweinsteiger-Bruder nun schlichtweg auf der Strecke.

Ausgestattet mit einem Vertrag bis 2019, hatte Holger Seitz, der die „Bayern-Amateure“ von Walter übernahm, keine Verwendung für ihn. Seit Jahren schon arbeitet der 43-jährige Coach erfolgreich mit Dirk Teschke zusammen. Nachdem sie 2017 die U 19 ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft geführt hatten, wiederholte das Duo dieses Kunststück heuer mit dem Finaleinzug der U 17. Für einen zweiten Assistenten ist in diesem eingespielten Tandem kein Platz, zumal sich wohl auch Schweinsteiger mehr erhofft hätte. Die angebotenen Stellen entsprachen nicht seinen Vorstellungen, von einer Vertragsauflösung kann jedoch keine Rede sein. Vielmehr konnten sich beide Seiten bisher nur nicht darauf verständigen, in welcher Funktion er künftig tätig sein soll. Da aber auch der neue B-Junioren-Trainer Miroslav Klose mit Slaven Skeledzic einen eigenen Co-Trainer mitbringt, wird eine Einigung kein Selbstläufer. Damit ist es nicht unwahrscheinlich, dass es bald wirklich etwas zu vermelden gibt. Übermorgen eröffnet die Bayern-Reserve mit dem Spiel beim VfB Eichstätt die neue Regionalliga-Saison – ohne Tobias Schweinsteiger. MATTHIAS HORNER

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