Hiller nimmt den Kampf an

von Redaktion

Dem aufstrebenden Löwen-Torhüter sitzt Rivale Bonmann im Nacken – „Hibbelig“ wird er deswegen noch lange nicht

von ludwig krammer

Bodenmais – Er war die Entdeckung der weißblauen Aufstiegssaison: Marco Hiller, 21, hat sich in kürzester Zeit vom Ersatztorwart der U 21 zum Rückhalt der ersten Mannschaft entwickelt. Nur 27 Gegentore bei 33 Einsätzen lautet die exzellente Bilanz. „Die Quote zu halten, wäre überragend“, sagt Hiller mit einem Lächeln. „Naja, ein paar mehr werden es schon werden in der Dritten Liga. Mein Ziel ist es, unter 40 Gegentoren zu bleiben.“

Ob er das Vertrauen von Daniel Bierofka bekommen wird? Der Trainer ließ sich auch im Vorbereitungscamp in Bodenmais keine konkrete Aussage zur Torwartfrage entlocken. Vor den letzten Testspielen gegen Sandhausen und Garching (20./21. Juli) sei keine Entscheidung zu erwarten, meinte der Coach. Vorzeitige Sicherheit sei der Konzentration nicht zuträglich. Hiller nimmt’s sportlich: „Es ist ein offener Kampf, ich versuche, mein Bestes geben, dann werden wir sehen, wie es am ersten Spieltag ausschaut“, sagte er im Trainingslager in Bodenmais: „Wenn man schon drei Wochen davor hibbelig wird – das bringt nichts.“

Interessant ist die T-Frage auch wegen Hillers Vertragssituation. Die bis Sommer 2018 datierten Arbeitspapiere verlängerten sich nach der vergangenen Hinrunde automatisch um ein Jahr, Hillers Gehalt von 1800 Euro brutto wurde nur unwesentlich angehoben. Wie am Wochenende aus Hillers Umfeld verlautete, will der Ur-Löwe (seit 2008 im Verein) nun erst mal abwarten, ob er die Nummer Eins im Tor bleibt. Sollte Konkurrenz Hendrik Bonmann, 24, den Vorzug erhalten, ist ein Klubwechsel nicht ausgeschlossen. „Die Situation ist so, dass sich mein Vertrag bis 2019 verlängert hat, um alles andere kümmert sich mein Berater“, sagte Hiller in einer Presserunde. Wie es mit Anfragen von höherklassigen Klubs aussehe? Kurzes Lächeln. „Das behalt’ ich für mich“, sagte er.

Im Visier mehrerer Zweitligisten

Nach Informationen der „tz“ sind mehrere Zweitligaklubs am Löwen-Torwart interessiert, aktuell ruhen die Gespräche mit 1860. Hiller glaubt an seine Chance, die Nummer eins beim Aufsteiger zu bleiben: „Ich weiß, was ich kann“, sagt er, „vor allem auf der Linie. Die Schwächen versuche ich auszumerzen, damit es keine Argumente mehr gegen mich gibt.“

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