Schon erstaunlich: Der englische WM-Kader ist der einzige in Russland, der ohne sogenannte Legionäre auskommt. Alle 23 Spieler, die Trainer Gareth Southgate auserkoren hat, den Titel zu holen, stehen bei einem Premier League-Verein unter Vertrag. Ein Umstand, von dem das Team der „Three Lions“ enorm profitiert. In Englands Eliteliga – den unfassbaren TV-Geldern sei Dank – haben die besten Trainer das Sagen und spielen die besten Fußballer. Der Wettbewerb ist so groß wie nirgendwo sonst.
Dadurch sind Harry Kane und Co. über die komplette Saison auf höchstem Niveau gefordert. Die Spitzen-Duelle Woche für Woche bringen sie spielerisch wie taktisch auf das nächste Level. Anders als in Deutschland: Dort müssen besonders die Bayern-Spieler, die in der Regel den Stamm der Nationalmannschaft bilden, nur selten an ihre Leistungsgrenze gehen. Zu weit hinken die Konkurrenten hinterher. Eine stärkere Bundesliga würde auch dem DFB-Team sehr gut tun.