Aus Protest gegen den Millionen-Transfer von Cristiano Ronaldo von Real Madrid zu Juventus Turin wollen Fiat-Arbeiter in Italien in den Streik treten. Die Gewerkschaft USB bezeichnete die Zahlung einer Ablösesumme von 112 Millionen Euro durch Italiens Fußballmeister als „nicht hinnehmbar“. Die Agnelli-Familie, die Juventus Turin kontrolliert, ist auch der größte Aktionär des Automobilkonzerns Fiat-Chrysler Automobiles (FCA). Der Proteststreik soll von Sonntagabend bis Dienstagfrüh im Fiat-Werk in Melfi in der süditalienischen Provinz Potenza stattfinden. „Jahrelang hatte das Unternehmen von den Arbeitern große finanzielle Opfer verlangt“, so die Gewerkschaft. „Ist das fair? Ist es normal, dass eine einzelne Person Millionen verdient und Tausende von Familien mit ihrem Geld nicht bis Mitte des Monats auskommen?“ Die USB forderte das Unternehmen auf, mehr Geld in die Autoproduktion zu investieren und Arbeitsplätze zu sichern.
Der Ronaldo-Transfer kostet nach Clubangaben insgesamt 112 Millionen. Hinzu komme das Netto-Salär für CR7 in den kommenden vier Spielzeiten in Höhe von 120 Millionen. Mit Steuern und Abgaben kostet Juve das gesamte Ronaldo-„Paket“ laut italienischen Medien brutto zwischen 240 und knapp 300 Millionen Euro.