Erfolgscoach Zinedine Zidane steht vor einer überraschenden Rückkehr in den Spitzenfußball, allerdings in anderer Rolle als zuletzt. Wie die spanische Internetseite „Libertad Digital“ berichtet, soll Zidane bei seinem ehemaligen Klub Juventus Turin als Sportdirektor anfangen. Es wäre der zweite Coup des italienischen Rekordmeisters nach der Verpflichtung von Weltfußballer Cristiano Ronaldo. Zidane, 46, hatte mit Real Madrid um Ronaldo in den vergangenen drei Jahren jeweils die Champions League gewonnen. Nach dem jüngsten Coup im Mai gegen den FC Liverpool war der einstige Weltklasse-Spieler zurückgetreten. In Turin, wo er zwischen 1996 und 2001 spielte, soll er ab Oktober der sportlichen Leitung um Sportdirektor Fabio Paratici zur Seite stehen. Das berichtet das Internetportal unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld von Juve-Präsident Andrea Agnelli.
Der ehemalige US-Präsident Barack Obama sieht Frankreichs Nationalmannschaft als Vorbild für die Welt. Durch Gleichberechtigung könne eine Gesellschaft auf die Talente, Energie und Fähigkeiten all ihrer Mitglieder zurückgreifen, sagte er in Südafrika in einer Rede zu Ehren des Anti-Apartheidkämpfers Nelson Mandela. „Wenn du daran zweifelst, dann frage einfach die französische Fußballmannschaft“, sagte er in der Wirtschaftsmetropole Johannesburg. „Nicht all die Leute sehen für mich wie Gallier aus. Aber sie sind Franzosen. Sie sind Franzosen.“ Der 2013 verstorbene Friedensnobelpreisträger Mandela wäre am Mittwoch 100 Jahre alt geworden.
Franz Beckenbauer hat Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps dazu gratuliert, dass er nun auch den WM-Titel als Trainer geholt hat. Der 49-Jährige ist nach dem Brasilianer Mario Zagallo und Beckenbauer erst der dritte Fußballer, dem dies zuvor auch Spieler gelungen war. „Willkommen im Klub. Jetzt sind wir schon zu dritt. Da sollten wir uns vielleicht mal treffen“, sagte Beckenbauer der „Bild“.
Beckenbauer war 1974 als Spieler und 1990 als Trainer Weltmeister, Deschamps führte 1998 Frankreichs erste Weltmeister-Mannschaft als Kapitän an. Zagallo war 1958 und 1962 sogar zweimal als Aktiver am Titelgewinn beteiligt und betreute beim Triumph 1970 die Seleçao.
Drei Wochen nach dem Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft in Russland ist Heimir Hallgrímsson als Nationaltrainer Islands zurückgetreten. Der 51-Jährige lege sein Amt nach sieben Jahren auf eigenen Wunsch nieder, hieß es in einer Mitteilung des isländischen Verbandes. Hallgrímsson werde künftig wieder in seinem erlernten Beruf als Zahnarzt arbeiten. Bei der WM waren die Isländer durch ein 1:2 im letzten Gruppenspiel in Rostow am Don gegen den späteren Finalisten Kroatien ausgeschieden.