Maradona rollt in Weißrussland ein

von Redaktion

Der neue Chef rollte ein auf einem Militärjeep mit Reifen so groß wie Menschen. Im weißrussischen Brest haben sie Diego Maradona, die Fußballlegende aus Argentinien, gestern empfangen wie einen Feldherren. Als neuer Präsident von Dinamo Brest soll Maradona, 57, dem kleinen Verein Strahlkraft verleihen – und ihn professionalisieren. Er versprach, den freilich gut bezahlten Job (angeblich 20 Millionen Dollar für drei Jahre) sehr ernst zu nehmen. Er wolle seinen Lebensmittelpunkt nach Brest verlagern, Russisch lernen. Und ganz nebenbei noch den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, den manche den letzten Diktator Europas nennen, zum Fan seiner Mannschaft machen. Unter Autokraten fühlt sich Maradona eben wohl. Er berichtete von seinen guten Erinnerungen an Fidel Castro (Kuba), Hugo Chavez (Venezuela) und Muammar Gaddafi (Libyen). Einen anderen, sportlichen Aspekt unterschlug Maradona aber: Zuletzt war er als Trainer eines Zweitligisten in den Vereinigten Arabischen Emiraten entlassen worden.  foto: afp

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