SPVGG UNTERHACHING

Den Großen ein Bein stellen

von Redaktion

Unterhaching – Ein konkretes Saisonziel will Claus Schromm nicht nennen. Auf eines legt sich der Trainer der SpVgg Unterhaching aber doch fest: „Wir wollen uns gegenüber der letzten Saison natürlich verbessern“. Da belegten die Münchner Vorstädter als Neuling immerhin den neunten Rang.

Im zweiten Jahr 3. Liga könnte es kniffliger werden, dies hat auch Präsident Manfred Schwabl mehrfach betont: „Die Liga ist prominent besetzt, das wird nicht leicht für uns.“ Die Hachinger setzen weiter auf Kontinuität und wollen den eigenen Nachwuchs fördern. So konnte der Kader der Vorsaison weitgehend gehalten werden, von den Stammkräften haben sich lediglich Uli Taffertshofer (nach Osnabrück), Thomas Steinherr (Homburg) und Maxi Nici (Karriereende) verabschiedet.

Auf dem Transfermarkt haben sich die Hachinger zurückgehalten. „Echte“ Zugänge sind nur Marc Endres (Chemnitz) und Maxi Krauß (1.FC Nürnberg II). Da passt in die Hachinger Philosophie schon eher eine Rückholaktion, mit Akteuren, die sich im Sportpark schon einst bewähren konnten. Lucas Hufnagel (zuletzt von Freiburg an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen), Dominik Widemann (zuletzt 1. FC Heidenheim) und Präsidenten Sohn Markus Schwabl (stand bei einem englischen Drittligisten unter Vertrag) kehren in das gewohnte Umfeld zurück. „Sie haben gemerkt, dass man sich in einem familiären Umfeld wohlfühlen kann und sorgen für mehr Breite in unserem Kader“, freut sich der Trainer.

Die letzten Testspiele brachten zwar keinen Sieg, aber der Drittligist bewegte sich im Duell mit den Zweitligisten Ingolstadt (1:1) und Regensburg (0:1) auf Augenhöhe. „Insgesamt gesehen, von den Leistungen in den zehn Testspielen und den 30 Trainingseinheiten, sind wir gerüstet für den Start“, betont Schromm, der beim Auftakt in Uerdingen personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich Innenverteidiger Christopher Greger ist angeschlagen. Gegen den prominent besetzten Aufsteiger aus Krefeld, der seine Heimspiele in Duisburg austragen muss, setzt Schromm auf Geschlossenheit und die in der letzten Saison erarbeitete Erfahrung in der 3. Liga.

Präsident Schwabl glaubt nicht an einen Spitzenplatz in dieser Saison, hat den Aufstieg aber noch nicht aus den Augen verloren: „Aus wirtschaftlichen Gründen müssen wir in den nächsten Jahren nach oben, die 3. Liga ist nur schwer zu finanzieren“. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die wirtschaftliche Lage der Spielvereinigung wesentlich verbessert: So konnte Schwabl einen Vermarkter und einen Hauptsponsor gewinnen. Nach längerem Tauziehen mit der Gemeinde kann die bisher gesperrte Osttribüne ausgebaut werden, was zu besseren Zuschauereinnahmen führen wird.

Mit einem Etat von drei Millionen Euro gehören die Hachinger trotzdem zu den „Kleinen“ in der 3. Liga. Aber: Sportlich sollte diese homogene und gewachsene Mannschaft vielen vermeintlich „Großen“ ein Bein stellen können. klaus kirschner

Artikel 1 von 11