Unterhaching – In seiner Prognose über den weiteren Verlauf in der Dritten Liga bemüht Unterhachings Trainer Claus Schromm die Mathematik: „Es sind 114 Punkte möglich, davon wollen wir 54 plus x holen, dann sind wir gut dabei.“ In der Statistik wirkt sich das 3:1 in Uerdingen wunderbar aus: „Wir sind im grünen Bereich.“
Die Bestätigung für die Leistung beim prominent besetzten Aufsteiger wollen sich die Hachinger im ersten Heimspiel morgen (14 Uhr, Sportpark) gegen den VfR Aalen holen: „Letzte Saison haben wir zweimal gegen Aalen verloren, wir haben sie natürlich bei der Heimniederlage gegen Wehen genau unter die Lupe genommen“, so Schromm. Der Trainer hofft, dass der Geduldsfaden seiner Reservisten nicht reißt: „Wir haben 22 Spieler im Training, dazu kommen die drei Torhüter. Da sollen die, die mal zuschauen müssen, nicht enttäuscht sein. Wir brauchen in dieser langen Saison noch jeden. Die, die eingewechselt werden, sollen das Gefühl geben, dass das Trainerteam etwas falsch gemacht hat und sie das nächste Mal von Anfang an dabei sein wollen.“
In Uerdingen mussten sich die ambitionierten Orestis Kiomourtzogau und Dominik Widemann mit der Jokerrolle begnügen. Für Kapitän Seppi Welzmüller reichte es auch nur zum Bankdrücker, aber Murren ist ihm fremd: „Ich denke, dass ich eine ordentliche Vorbereitung gespielt habe und werde alles in die Waagschale werfen“, sagte er.
„Durch den neuen Rasen und andere Verbesserungen hatten wir noch nie so gute Bedingungen, zudem wurden alle Wünsche erfüllt, auch im personellen Bereich. Das ist der beste Kader, mit dem ich bisher in Haching arbeiten konnte“, so Schromm. Präsident Manfred Schwabl bleibt trotz des Lobes von allen Seiten bescheiden: „Wenn wir nach zehn Spieltagen auf die Tabelle schauen, lässt sich eine Tendenz erkennen.“
Besonders stolz ist der Vereinschef über die Verbesserung der Infrastruktur im Sportpark: „Wir haben nicht nur in Beine, sondern auch in Steine investiert, dies ist wichtig für die Zukunft.“ Auch die Wiedereröffnung der lange gesperrten Osttribüne macht bereits Fortschritte: „Das Fassungsvermögen wird sich bei 15 000 Zuschauern einpendeln, in der Stadionfrage sind wir in guten Gesprächen mit der Gemeinde Unterhaching, da sollte es auch zu einer für beide Seiten vernünftigen Lösung kommen.“ klaus kirschner