Glasgow – Dreimal Bronze gewonnen, an Kristina Vogel gedacht: Bei den ersten Medaillengewinnen der deutschen Bahnradsportler bei den European Championships fuhr die schwer verunglückte Olympiasiegerin in den Gedanken mit. Besonders für ihre langjährige Partnerin Miriam Welte war der Auftritt ohne Vogel ein emotionales Erlebnis. „Es war immer unser gemeinsamer Traum, Europameister zu werden. Dass es diesmal wieder nicht klappt, ist unter den bekannten Umständen extrem traurig,“ sagte die Pfälzerin.
Für ihre neue Partnerin Emma Hinze hatte Welte nach dem gemeinsamen Sieg im kleinen Finale der Teamsprinterinnen gegen die Niederlande großes Lob parat: „Emma hat sich eingefuchst, stark gekämpft und die Medaille verdient. Schließlich trainieren wir erst seit zweieinhalb Wochen zusammen.“
Auch Mieke Kröger hielt nach dem dritten Platz in der Teamverfolgung im allgemeinen Jubel mit den Mannschaftskolleginnen inne. „Uns nimmt diese Sache mit Kristina immer noch sehr mit. Irgendwie ist sie auch jeden Tag ein Gesprächsthema“, sagte sie.
Die 27-Jährige Vogel hatte am 26. Juni in Cottbus bei einem Trainingssturz eine schwere Wirbelsäulenverletzung erlitten. Sie wird seither im Unfallklinikum behandelt. Über möglicherweise bleibende Folgen der Verletzung ist bislang nichts bekannt.
Kröger und ihre Teamkolleginnen Charlotte Becker, Lisa Brennauer und Gudrun Stock stellten dabei mit 4:23,105 Minuten auch einen deutschen Rekord auf. sid