Uli Hoeneß hat seine Abneigung gegen eSports noch einmal klar zum Ausdruck gebracht. „Es wäre totaler Schwachsinn, wenn der Staat nur einen Euro dazu geben würde. Junge Leute sollen Sport auf dem Trainingsplatz treiben. Es gibt beim FC Bayern auch Bestrebungen. Ich bin dagegen. Stehe aber relativ allein da“, sagte der Bayern-Präsident auf einer CSU-Veranstaltung in seinem Heimatort Bad Wiessee: „Ich sehe ein großes Problem auf uns zukommen. Das darf auf keinen Fall olympisch werden.“ Während viele deutsche Fußballvereine in Sachen eSport aufrüsten, machen die Münchner nicht mit. Hoeneß betont immer wieder, dass eSports nicht mit Philosophie und Tradition des Vereins zusammenpasst. Die Pläne für den Aufbau einer eSport-Abteilung sollen unabhängig von der Meinung des 66-Jährigen aber weit fortgeschritten sein. Im Gegensatz zur Fußball-Abteilung engagieren sich die Bayern-Basketballer mit ihrem Team „Bayern Ballers Gaming“. Eineinhalb Wochen nach der Kritik an Mesut Özil bekannte sich Hoeneß nochmals zu seinen scharfen Worten und übte Kritik am Krisenmanagement des DFB. Seine Schelte sei seine private Meinung zu Özils sportlicher Leistungsfähigkeit gewesen, die werde er nicht ändern, „kein Wort“ nehme er zurück, sagte er. Dabei hätten die türkischen Wurzeln keine Rolle gespielt. Dem Verband warf er vor, das Thema ungeschickt angepackt zu haben. „Beim DFB hat man sich von den Medien und seinem Umfeld eine politische Diskussion aufdrängen lassen. Da haben auch viele Politiker populistisch mitgemacht. Das Grundproblem ist ja: Der Spieler hat mit dem Erdogan-Foto einen Fehler gemacht. Er hätte sich entschuldigen müssen und gut wäre es gewesen.“ Hoeneß meinte zudem, das deutsche Team habe bei der WM durch fehlenden Fokus auf die WM das Turnier verpatzt. „Hätten unsere Spieler weniger gedaddelt, hätten sie nachts besser geschlafen und nicht während des Spiels.“ awe